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Mediennutzung

Studie: Deutsche sehen Sport am liebsten im TV - noch


Wer Sport konsumieren will, schaltet in der Regel den Fernseher ein (Bild:Andreas Wolf/Fotolia)

Wer Sport konsumieren will, schaltet in der Regel den Fernseher ein (Bild:Andreas Wolf/Fotolia)


Ob Bundesliga, Olympia oder Tour de France – wer sich für Sport interessiert, schaltet am liebsten den Fernseher ein. Das geht aus einer repräsentativen Studie zur Mediennutzung von Sportinteressierten hervor, die die Frankfurter PR-Agentur Edelman in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kommunikations- und Medienforschung der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) durchgeführt hat. Doch die Spitzenposition ist gefährdet.
 
Die Ergebnisse zeigen, dass das Interesse an medialen Sportangeboten ungebrochen ist. Wenig überraschend ist, dass sich vor allem die männliche Zielgruppe sportbegeistert zeigt: Über die Hälfte der Männer (53 Prozent) sind an Sportberichterstattung interessiert – fast genauso viele Frauen (47 Prozent) können sich wenig bis gar nicht dafür begeistern. Das ändert sich aber schlagartig, wenn beispielsweise die Fußball-WM vor der Tür steht: Bei Großereignissen wächst die Zahl der sportinteressierten Frauen um 30 Prozentpunkte auf 57 Prozent. Der Anteil der interessierten Männer steigt mit der Größe des Events sogar auf 72 Prozent an.
TV ist in praktisch allen Altersgruppen bevorzugtes Medium 

TV ist in praktisch allen Altersgruppen bevorzugtes Medium

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Wie stark die Jugendlichen den Tageszeitungen abgeschworen haben, wird auch beim Thema Sport deutlich. Nur 3,5 Prozent der 14- bis 19-Jährigen lesen noch den Sportteil einer Zeitung. Dafür werden das Internet (71,9 Prozent) und das Fernsehen (75,4 Prozent) umso intensiver genutzt. Nur die über 50-Jährigen nutzen die Tageszeitung als Informationsquelle für Sportinformationen noch häufiger als das Internet, aber auch in dieser Altergruppe ist das Fernsehen das klare Gewinnermedium. Radio (12,9 Prozent), Zeitschriften (10,5 Prozent) und Videotext (3,5 Prozent) spielen bei allen Befragten nur eine Nebenrolle.
 
Dass Fernsehen das Medium erster Wahl ist, könnte sich aber in Zukunft ändern: "Es ergibt sich insgesamt das Bild einer Übergangsphase der Sportkommunikation, in der die klassischen Medien noch Gewicht haben, gleichzeitig jedoch deutliche Anzeichen eines digitalen Wandels erkennbar sind", bewertet Mark Ludwig, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Kommunikations- und Medienforschung der DSHS, die Ergebnisse der Studie.
 
In der Altersklasse der 20- bis 29-Jährigen hat das Internet das Fernsehen sogar schon geschlagen: Bei 59,3 Prozent ist TV besonders beliebt, während bereits 64,2 das Internet als Informationsmedium nutzen. Gleichzeitig hat das Thema Mobilität an Bedeutung gewonnen: Schon jetzt nutzen mehr Befragte den Laptop (53,9 Prozent), um sich über ihre Lieblingssportarten zu informieren, als den stationären PC (52,6 Prozent). Auch das Smartphone verwendet bereits jeder Vierte, um sich unterwegs über die aktuellen Bundesliga-Ergebnisse zu informieren. Die Hälfte der Befragten nutzen dazu spezielle Online-Sportportale, an zweiter Stelle stehen mit 18,5 Prozent Print-Ableger im Internet. Natascha Koch
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