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von Bettina Sonnenschein,
Redakteurin Reports und Specials

Report: Reisemarkting - Krise ist abgehakt


Bewertungsportale können der Link zu Social Media sein 

Bewertungsportale können der Link zu Social Media sein

Die Reiseveranstalter wollen schnell zur Normalität zurückkehren: Während sich die Lage in den von politischen Unruhen betroffenen Ländern Tunesien und Ägypten langsam beruhigt, gehört die Krise für die Reiseindustrie weitestgehend der Vergangenheit an: Sie hat in der Notsituation das ihre geleistet und sich um die Kunden gekümmert. Heimholen, umbuchen - kein Tourist wurde im Stich gelassen. "Das Krisenmanagement hat reibungslos funktioniert", sagt Thomas Wilde, Geschäftsführender Gesellschafter der Kommunikationsagentur Wilde & Partner. Weil sich die Reisenden gut versorgt fühlten, werden sie laut Wilde mit guten Erinnerungen wieder buchen: "Jetzt schlägt die Stunde der oft totgesagten Pauschalreise."
 

Reisemarkting

Themen im Report "Reisemarketing" in HORIZONT-Ausgabe 9/2011:

Bewertungsportale:
 Die Verknüpfung mit Social Media ist unerlässlich.

Marketing: Von Unruhen gebeutelte Reiseländer werben mit Friedensattributen.  

Exklusivumfrage: Einfluss von Google Street View und Bewertungsportalen.

Reisemagazine: Marketing- und Mediabudgets wandern ins Netz.

Interview: TUI-Vorstand Volker Böttcher über Markenstrategie und PR. 

Währenddessen versuchen die Länder ihr Marketing auf die Werte der Revolution abzustimmen. Zur ITB in Berlin (9. bis 13. März) präsentiert Ägypten eine neue Kampagne, die den nahezu gewaltlosen Umsturz in den Mittelpunkt der Markenbotschaft stellt. Tunesien arbeitet zur Zeit noch an der Fertigstellung seiner "Kampgane des Vertrauens." Wie notwendig diese Bemühungen allerdings sind, ist umstritten. Klaus-Dieter Koch, Managing Partner der Managementberatung Brand Trust, zweifelt daran. Das Markenimage der betroffenen Länder sei über Jahre im Markt verankert und würde kaum Schaden nehmen. Darüber hinaus seien Reisende sowieso auf andere Werte fixiert: "Urlauber sind für die politischen Systeme ihrer Reiseländer ziemlich unempfindlich. Das Wetter und das Hotel müssen stimmen, der Rest interessiert nicht."
Dass die Reiseindustrie insgesamt und trotz der politischen Unruhen gut ins Jahr gestartet ist, spüren auch die einschlägigen Reisemagazine. Die Verlage blicken positiv in die Zukunft, allerdings stellen sie sich auf eine weitere Verschiebung der Marketing- und Mediabudgets ein. Laut einer Trendscope-umfrage werden diese zwar 2011 steigen, doch der Shift von Print zu Online geht weiter. Nicht zuletzt, weil Reisende das Netz auch immer stärker als Planungsquelle nutzen. Umso interessierter zeigen sich sowohl Verlags- als auch Touristikmanager an Verknüpfungen zu Plattformen wie Facebook und Google Street View. son
 

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