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03.12.2009
von Bettina Sonnenschein,
Redakteurin Reports und Specials

Report: Mediatrends 2010 – Ende klassischer Denkmuster


Diskussion über die Zukunft 

Diskussion über die Zukunft

Rückläufige Umsätze und gekürzte Mediabudgets haben 2009 das Geschäft von Agenturen, Medienhäusern und werbungtreibenden Unternehmen bestimmt. 2010 wird sich daran nicht viel ändern - womöglich kommt es sogar noch schlimmer: Das Medienangebot nimmt weiter zu, die Werbeetas nicht. Lösungen, die horrenden Rabatte aus 2009 einzudämmen, sind auf Verlagsseite kaum in Sicht. Das Internet wächst weiter, doch außer Google verdient noch immer kaum jemand daran. Mediaagenturen schließlich sind noch immer auf der Suche nach neuen, konkurrenzfähige Geschäftsmodellen. Die Herausforderungen sind also groß.
 
Demzufolge erwartet mancher Entscheider schwere Zeiten. So spricht Esther Raff, Geschäftsführerin der AS&S, von einem „beinharten Wettbewerb der Mediengattungen um nach wie vor knapp bemessene Marketingetats." Während sie aufgrund der Sportereignisse 2010 von leichter Erholung für den Markt ausgeht, befürchtet Andreas Schilling, Managing Director Burda Community Network, eine weitere strukturelle Verschiebung hin zu elektronischen Medien „teilweise zulasten von Print."

Report Mediatrends 2010

Den kompletten Report zum
Thema "Mediatrends 2010"
können Sie hier
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Den einzig gangbaren Weg für klassische Medienunternehmen in Richtung Zukunft sieht Peter Kruse indes darin, endlich traditionelle Denkweisen aufzubeben. Der Professor für Organisationspsychologie an der Universität Bremen ist überzeugt, dass in die Macht in der digitalen Netzwerkwelt vom Anbieter auf den Nutzer übergeht. Nicht das Medium definiert seine Zielgruppe - die Zielgruppe definiert ihr Medium.

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Leser-Kommentare zu diesem Artikel (4)
Birger Hartung sagte am 05.12.2009 um 10:41

Gähn

''...befürchtet Andreas Schilling, Managing Director Burda Community Network, eine weitere strukturelle Verschiebung hin zu elektronischen Medien ?teilweise zulasten von Print." '' Bemerkenswert, dass diese Erkenntnis bei den Verlagen angekommen ist. '' Den einzig gangbaren Weg für klassische Medienunternehmen in Richtung Zukunft sieht Peter Kruse indes darin, endlich traditionelle Denkweisen aufzubeben. '' Nun, da wird wirklich ein Erdbeben durch die Medienlandschaft gehen. ;) In Amerika haben die Kunden die Medien bereits entmachtet. Noch können Deutsche Verlage ihre Kunden auf Online-Plattformen ziehen. Und so oft es Herr Kruse auch beschreit, Kreativität ist eine Tradition der Deutschen. Es fehlt nur die Weitsicht der Entscheider - denen sind Quartalsergebnisse wichtiger als die Evolution der Geschäftsmodelle!
Birger Schnepp sagte am 05.01.2010 um 18:05

Es wird Zeit ... !

Und schon wieder ist Print am Meckern und hofft und wartet, dass die Goldenen Zeiten zurück kehren. Warum fängt man nicht an zu lernen? Im TV hat man es doch auch geschafft, dass nicht klickbare Werbeflächen sich über den Bildschirm bewegen ;-) Wann fängt man an Zeitung nach Interessengebieten oder Suchabfragen in windeseile über Nacht zu drucken? Wann kann man endlich Zeitungen von innen nach aussen lesen mit einer intelligenten Navigation. Wir warten weiter ;-), falls Sie lernen wollen, sollen Sie einfach fragen. Remark: Habe noch nie unter einen anderen Birger einen Kommentar geschrieben!
anonymus sagte am 09.01.2010 um 15:30

Die Zeiten ändern

Online ist Online. TV TV und Print ist Print. Veränderung, d. h. Fortschritt, kommt und die Menschen fragen andere Media-Gattungen nach. Dies mag gut oder schelcht sein. Von denjenigen, für den es schlecht ist, hört man dann ob und zu ein Jammern. Und diejenigen, die auf der Sonnenseite sitzen, haben "kluge Ratschläge" für die Jammernden parat. Dennoch aus einer Zeitung lässt sich nicht sinnvoll eine gedruckte Online-Ausgabe machen. Oder?
Birger Schnepp sagte am 13.01.2010 um 08:10

Antwort anonymus: Medienkonvergenz

Man hört aus Ihren Fragen Interesse oder Skepsis, ich bleibe weiter etwas provukativ. Sie können auch gerne direkt mit mir Kontakt aufnehmen birger.schnepp@plusvalue.de. Aus Sicht der Digitalen Kommunikation reden wir schon seit Jahren nicht mehr über unterschiedlichen Medien, sondern über Content und technische Vehikel, welche diesen darstellen. Ergänzt durch Werbetreibende, welche diese Kommunikation begleiten. Also ist die Antwort sehr einfach, aus einer Zeitung der Zukunft lässt sich viel mehr als nur eine gedruckte Online-Version machen.
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