05.03.2008
Reisemarketing: Anspruchsvolle Verbraucher wollen on- und offline bedient werden
Der klassische Vertrieb hat ausgedient, die Zukunft gehört den Onlineanbietern - vor wenigen Jahren wurde den deutschen Reisebüros mit solchen Aussagen der sichere Untergang vorhergesagt. Doch die Prophezeiung ist nicht eingetreten. Im Gegenteil: Noch immer werden nahezu 90 Prozent aller Pauschalreisen im Reisebüro verkauft, während die Zuwächse der Onlineanbieter hauptsächlich auf Buchungen von günstigen Flugtickets oder einzelnen Hotelreservierungen basieren. Entsprechend fallen Äußerungen über die Zukunft des Reisevertriebs heute bedächtiger aus: „Es wird immer Kunden geben, die
klassisch buchen, genauso wird der Internet-Trend zunehmen", sagt Jürgen Seiler, Marketing Director von Expedia, München. „Wir alle müssen den multioptionalen Verbraucher bedienen."
Mit diesem multioptionalen Verbraucher beziehungsweise User müssen auch die großen Verlage zurecht kommen. Führende Publikumstitel machen sich derzeit mit Nachdruck daran, ihre Online-Communities auf- und auszubauen. Sie wollen Printinhalte stärker mit Online verknüpfen, auch, um mit den Angeboten von Reise-Portalen, -Blogs und Online-Buchungsmaschinen mithalten zu können. „Geo" (Gruner + Jahr), „Marco Polo"(Mair Dumont) und „Abenteuer und Reisen" (WDV-Gruppe) sehen jetzt, laut eigener Aussage, den Zeitpunkt gekommen für eine einträgliche Vermarktung solcher Communities.
Auch und nicht zuletzt deshalb, weil der Reisemarkt nach wie vor Wachstumspotenzial verspricht. Die Lust der Deutschen, ihr Geld für Urlaub auszugeben, ist ungebrochen. So geht der Deutsche Reiseverband für das Jahr 2008 von fast vier Prozent höheren Reiseausgaben aus. Die Reiseveranstalter erwarten einen Umsatzzuwachs zwischen 3 bis 4 Prozent. Auch einzelne Segmente profitieren davon, so zum Beispiel der Kreuzfahrtmarkt, für den 2008 ein Wachstum zwischen 8 und 10 Prozent erwartet wird.
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Ansprechpartner Specials: Dr. Jochen Zimmer
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