15.05.2008
Planungsinstrument Advertizor: Valider Überblick im Internet
Nach zwei Jahren Entwicklungszeit ging Advertizor, das Webgestützte Planungsinstrument für Anzeigenblätter, Ende 2007 in den Feldtest. Im Februar 2008 wurde das in Kooperation von dem Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA), dem Vermarkter Bode, Timm & Partner sowie dem Software-Dienstleister Socoto entwickelte Tool auf einer Roadshow vorgestellt. Experten beurteilen für HORIZONT die Stärken und Schwächen des neuen internet-basierten Planungstools.
Carsten Achterfeld, Head of Buying Management, Medialogics, Köln
Stärke: Mit dem Tool kommen der BVDA und seine Partner einer Forderung nach, die schon lange besteht. Die Entwicklung war auch dringend notwendig, denn die bestehenden Tools sind im Vergleich zu anderen Medien deutlich zu verbessern.
Schwäche: Die Erwartungen, die ich an ein Planungstool für Anzeigenblätter habe, wurden allerdings nicht erfüllt oder können mit der nun vorgestellten Version nicht erfüllt werden. Bei der Planung können zurzeit nur Anzeigen kalkuliert werden. Eine Kalkulation von Beilagen ist erst in einer späteren Version geplant. Darin soll es auch Verbesserungen im Handling geben, die notwendig sind, da einzelne Arbeitsabläufe im Moment über Umwege erreicht werden. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Datenablage in einer Oracle-Datenbank. Mir ist bis jetzt noch nicht ersichtlich geworden, auf welchem Server die Datenbank liegt.
Sabine Becker, Sinnic Media Consulting, Mettmann
Stärke: Vor allem die Vollständigkeit der Daten, ein klares Manko der bisher im Markt vertretenen Tools. Zudem sind erstmals Planungs- und Abwicklungsmöglichkeiten in einem Programm vereint. Und Advertizor bietet eine zeitgemäße Benutzeroberfläche.
Schwäche: Dringenden Nachbesserungsbedarf gibt es aus unserer Sicht vor allem im Ablauf der Filial-Geo-Codierung, da gibt es bereits einfacherer und komfortablere Lösungen. Langfristig müssen Rubrikenanzeigen planbar gemacht werden - bisher eine zeitraubende Kleinstarbeit. Zudem könnte die Kartographie in Hinblick auf Interaktivität und Optik optimiert werden. Sie enthält für die Planung das Nötigste, ist aber nicht auf präsentationsfähige Optik getrimmt.
- Specials 15. Mai 2008: Anzeigenblätter: Lokale Größen
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