HORIZONT.NET

"Die Budgets atmen": Ferrero-Manager Storch zum Kurzfrist-Trend im Media-Geschft


von Michael Reidel,
Ressortleiter Marketing

Die Mediamix-Runde auf dem 5. Deutschen Medienkongress (Foto: Friedemann Vogel)

Die Mediamix-Runde auf dem 5. Deutschen Medienkongress (Foto: Friedemann Vogel)

Siegehrt zu den wohl spannendsten Fragen dieses Jahres: Welche Mediengattung gewinnt 2013 an Bedeutung - und welche verliert? Auf den ersten Blick sind die Rollen klar verteilt: Die digitalen Kanle legen zu, Print verliert.
Dass es so einfach dann doch wieder nicht ist, erfuhren am Mittwoch die Teilnehmer des Deutschen Medienkongresses in Frankfurt.
 
So sieht etwa Andreas Trpel, Managing Director Media Team OMD Omnicom Media Group, die Wochenbltter gut aufgestellt. Gleichwohlwird sich der Kampf der Gattungen noch weiter verschrfen, nicht zuletzt auch durch das Hype-Thema Contentmarketing. Das ist eine Erkenntnis der Mediamix-Runde auf dem 5. Deutschen Medienkongress von HORIZONT.
Eine andere:Der Markt wird noch schneller, ber Budgets wird noch kurzfristiger entschieden. Uwe Storch bringt die Denkweise vieler Marketingentscheider auf den Punkt. "Die Mediabudgets atmen", sagt der Head of Media Ferrero Deutschland. Schon deshalb halten Mediaexperten wie Paul Remitz eine Vorhersage auf das Jahr 2013 fr schwierig. Der CEO von Mediacom erwartet allerdings, dass die Unternehmen in den ersten zwei Dritteln des Jahres defensiv agieren.Ob dem wirklich so ist, werden die nchsten Wochen zeigen. "Bei dengroen strategischen Kampagnen ist eine Sicherheit gegeben, aber wir behalten uns vor, kurzfristiger zu reagieren als wir das noch vor fnf Jahren gemacht haben", sagt Nestl-Mediachefin Tina Beuchler.
 
Bei der Telekom agiert Media-Chef Andreas Nassauer vorsichtiger. "Wir starten erneut defensiv ins Jahr". Und auch wenn es derzeit nicht auf der Tagesordnung steht: Das Unternehmen behlt sich vor, "aufgrund wirtschaftlicher Vernderungen immer mal wieder den Stecker zu ziehen oder Kampagnen neu zu priorisieren."
 
Dass bei solchen Entscheidungen durchaus Analysen zur Werbewirkung hilfreich sind, ist keine neueErkenntnis. Gleichwohl appellierte Storch eindringlich in Richtung Medien. "Ich wnsche mir als Investor bessere Hilfsmittel, um Entscheidungen rechtfertigen zu knnen." 20 Jahre alte Studien seien heute nicht mehr relevant. Remitz hlt derweildie Gattungsdiskussion allerdings fr berholt. "Ich kann das nicht mehr hren." Grundstzlich habe Print aberein strukturelles Problem, vor allembei kurzfristigen Entscheidungen.Zeitungen und Magazine seienschwer zu planen. Hinzu kommt das Fehlen einer intermedialen Whrung,was sich vor allem dann nachteilig auswirke, wenn Kampagnen aufgrund von Budgetkrzungen neu priorisiert werden. mir
Drucken Email

Kommentar(e)

Kommentare

Aktuelle Kampagnen

Nachrichten aus den Ressorts

Zur Übersicht
MovingIMAGE24
logo.jpg
Managen Sie Ihre Videos effizient in drei Schritten:
organisieren, bearbeiten, einbinden - fertig.
Erleben Sie beste Usability bei hchster Sicherheit, streamen Sie Ihre Videos in gestochen scharfer HD-Qualitt oder bearbeiten und konvertieren Sie Ihr Bewegbildmaterial - alles mit dem VideoManager von MovingIMAGE24
Galerie

Galerie: HD Plus auf Helgoland
Das Unterfhringer Unternehmen HD Plus hat seine Helgoland-Mission erfolgreich beendet. Die Nordseeinsel ist komplett "HDisiert" - und Extremsportler Alex Schulz stellte mit seinem Balanceakt ber 271 Meter einen neuen Weltrekord im berwasser-Slacklinen auf. HORIZONT.NET zeigt die besten Bilder. (Fotos: J. Konrad Schmidt)

Ranking inhabergefhrte Agenturen: Serviceplan bleibt die Nummer eins
org.jpg
Das Gros der 50 grten inhabergefhrten Agenturen konnte den Umsatz im vergangenen Jahr weiter ausbauen. Insgesamt stieg ihr Gross Income 2013 auf 889,5 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr (804,89 Millionen Euro) entspricht das einer Steigerung von 10,5 Prozent. Zur Meldung