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Deutscher Medienkongress

von David Hein,
Redakteur HORIZONT.NET

Debatte um Medialeistung: Ferrero-Manager Storch attackiert die TV-Vermarkter


Ferrero-Manager Stoch geht mit den TV-Vermarktern hart ins Gericht

Ferrero-Manager Stoch geht mit den TV-Vermarktern hart ins Gericht

Die großen TV-Vermarkter wollen der anhaltenden Diskussion über die angeblich abnehmende Medialeistung von Fernsehen vor allem mit Wirkungsnachweisen begegnen. "Wir müssen über die Wirkung sprechen", appellierte IP-Deutschland-Geschäftsführer Martin Krapf bei der Podiumsdiskussion "Zukunft TV" auf dem Deutschen Medienkongress 2011 von HORIZONT an seine Kollegen und die Media-Agenturen.

 
Zuvor hatte Uwe Storch, Media-Chef von Ferrero die Zukunft des Mediums in reichlich düsteren Farben skizziert: Durch immer mehr digitale Endgeräte und die zunehmende Parallelnutzung sinke die Reichweite von TV bei gleichzeitig steigenden TKPs, so sein Vorwurf an die TV-Vermarkter. „Was ist Fernsehen? Wo ist der Content?", fragte der Ferrero-Manager in die Runde.
Nach Meinung von IP-Chef Krapf liefert die Medienforschung darauf ausreichend Antworten: "Wir müssen verstehen, wie die Menschen ticken und die Wirkung stärker berücksichtigen. Das ist der Hebel, an dem wir ansetzen müssen", konterte der Chef des RTL-Vermarkters. Auch Seven-One-Media-Chef Thomas Wagner betonte die Chance der zunehmenden Vielfalt der Endgeräte: „Unsere Aufgabe ist es, den Konsumenten zu folgen", betonte er.
 
"Es findet eine zunehmende Parallelnutzung statt, und das ist auch richtig so", sagte Jan Kühl, Geschäftsführer des RTL-2-Vermarkters El Cartel Media. Bei einer intelligenten Vernetzung von TV und sozialen Netzwerke habe man heute aber hervorragende Möglichkeiten, die Zuschauer an den Sender und an die Formate zu binden. Die RTL-2-Dokusoap "Berlin - Tag & Nacht" habe sich auch durch die konsequente Vernetzung mit Facebook nach einem enttäuschenden Start zu einem echten Erfolg entwickelt.
 
Mit der zunehmenden Anzahl an Endgeräten steigen allerdings auch die Anforderungen an die Messung der TV-Nutzung, betonte Andrea Malgara, Geschäftsführer der Mediaplus-Gruppe: „Aus Television wird Multivision. Wir brauchen daher auch eine einheitliche Währung." Recht entspannt verfolgte Marco Bergmann, Geschäftsführer des Kinovermarkters  Werbeweischer, die Diskussion: "Wir haben die wirklich großen Screens", frotzelte er. "Und im Kino sitzt man auch nicht mit dem Laptop auf den Knien." dh
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