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Anke Schferkordt: Die sechs guten Vorstze von RTL


von Juliane Paperlein,
Ressortleiterin Medien

Anke Schferkordt auf dem 5. Deutschen Medienkongress (Foto: Friedemann Vogel)

Anke Schferkordt auf dem 5. Deutschen Medienkongress (Foto: Friedemann Vogel)

Anke Schferkordt, Co-CEO der RTL Group, Geschftsfhrerin der Mediengruppe RTL Deutschland und Bertelsmann-Vorstand, startet mit guten Vorstzen ins neue Jahr. In einem Markt, der von Digitalisierung und Fragmentierung und damit stndigen Vernderungen geprgt ist, sei es wichtig, sich nicht auf dem Erreichten auszuruhen, sagte sie auf dem 5. Deutschen Mediengkongress in Frankfurt.

 

Anke Schferkordt:Nur tote Fische schwimmen immer mit dem Strom.

Deshalb habe auch RTL einige gute Vorstze fr 2013 gefasst:
1. An erster Stelle stnden die Inhalte. Die Bedrfnisse des Publikums erspren, bleibt der Kern unseres Erfolges. Je heterogener unsere Zielgruppe ist, umso vielfltiger muss die Sensorik sein, sagte Schferkordt vor rund 400 Zuhrern in ihrer Keynote Business first Die Erfolgsfaktoren fr Marken, Medien und Meinungsmacher der Zukunft auf der Jahresauftaktveranstaltung der Branche.
 
2. Wir mssen uns stndig hinterfragen": "Setzen wir noch die richtigen Schwerpunkte? Passen unsere Strukturen und Prozesse noch zu unseren vernderten Aufgaben? Ist das Know-how ausreichend?
 
3. Zudem sei es wichtig, die Vernderungsprozesse so zu managen, dass wir die Mitarbeiter auf unserem Weg auch mitnehmen.
 
4. Technologische Vernderungen msse RTL als Chance begreifen. Wir mssen uns jedoch auch weiterhin die Zeit nehmen, uns eine eigene Meinung zu bilden, uns nicht treiben zu lassen von Hypes und forschen schwarz-wei Prognosen.
 
5. Man msse Fehler zulassen und schnell korrigieren, wenn sie einmal erkannt sind.
 
6. Manchmal msse man aber auch den unbequemen Weg gehen und fr die eigene Sichtweise kmpfen. Nur tote Fische schwimmen immer mit dem Strom, sagte sie.
 
"Mssen uns stndig hinterfragen": Anke Schferkordt (Foto: Friedemann Vogel) 

"Mssen uns stndig hinterfragen": Anke Schferkordt (Foto: Friedemann Vogel)

Schferkordt ist zuversichtlich, dass TV auch in einem immer komplexeren Umfeld weiterhin eine starke Position hat. Fernsehen passt sich der Weiterentwicklung besser an, als jedes andere Medium. Da die Inhalte der unterschiedlichen Anbieter aber mit der zunehmenden Gertekonvergenz auf einem Endgert zusammentreffen, will sich RTL die Rechte an der Ausstrahlung auch im non-linearen Bereich sichern. Die Digitalisierung und die damit verbundene Kostensenkung fr die Verbreitung ruft neue Player auf den Plan.
 
Angesichts des Zusammenwachsens der Medien sei es wichtig, eine einheitliche Medienregulierung zu schaffen. Diese ist jedoch nicht in Sicht. Das Thema wird weiterhin eines bleiben, weil sich gar nichts, aber auch gar nichts bewegt, so Schferkordt sichtlich frustriert. Wir stehen mit den internationalen Playern auf dem Spielfeld, klagt sie mit Blick auf Google und Facecbook. pap
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