28.11.2007
Wie erklärt sich die gute Werbekonjunktur für Radio?
Wolfgang Schuldlos, Managing Director, Zenithmedia München:
Tatsächlich verlieren die alten Medien an Boden. Allerdings gibt es unter ihnen deutliche Budgetverschiebungen. Wenn wir sehen, dass Publikumszeitschriften und TV 2007 kein gutes Jahr haben, dann zeigt sich, woher die Steigerungen für Radio kommen. Die Gründe für die Umverteilungen liegen in der Flexibilität und Kurzfristigkeit der Funkbuchungen. Das kommt den kurzen Vorlaufzeiten bei Kampagnen entgegen. Der Hörfunk ist im Gegensatz zu TV noch authentisch und glaubwürdig.
Jörg Brandt, Radioexperte bei Pilot, Hamburg:
Radio profitiert von der Stärke als Abverkaufsmedium. Es eignet sich auch für Kunden mit geringem Budget. Die Vermarkter haben es geschafft, zahlreiche Neukunden zu gewinnen. Das ruft Nachahmer aus den jeweiligen Branchen auf den Plan. Sicher kommt es der Gattung auch zugute, dass die privaten TV-Anbieter den Markt mit ihren neuen Vermarktungsmodellen verunsichert haben. Das gilt auch für die saisonalen Preise der Publikumszeitschriften. Der Hörfunk dagegen wartet mit transparenten Preismodellen auf. Der Konkurrenzkampf wird härter.
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