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Report: Programmzeitschriften - Originale bevorzugt


Die Auflagen der Programmzeitschriften entwickeln sich nicht besonders rosig, die Reichweiten zeigen sich immerhin relativ konstant. Ein altes Übel bleibt jedoch: Die Wertschätzung vonseiten der Kunden und Mediaplaner hält sich nach wie vor in Grenzen. Ein Grund: "Es gibt ein paar zu viele und es gibt ein paar zu billige", sagt Hannelore Deimel, Geschäftsleitung und Head of Print bei Mediaplus.
 
Die etablierten 14-täglichen Titel haben aus Deimels Sicht zwar durchaus Relevanz. Doch Newcomer kommen und gehen und jagen den etablierten TV-Zeitschriften kurzfristig Auflagenanteile ab. Dabei sind sich die Verlagsmanager im Grunde einig, dass diese Strategie zu nichts führt. Laut Stephan Zech, Verlagsgeschäftsführung Programmzeitschriften bei Axel Springer, gibt es die Masse an Lesern ohne feste Titelbindung heute nicht mehr. So laufen die meisten Versuche von Kopien ins Leere. Um die Kunden dennoch von der Werbewirkung ihrer Programmies zu überzeugen, legte die Gattungsinitiative Take Five (Bauer, Axel Springer, Burda) gerade ihre zweite Fallstudie vor. Eine taktische Kampagne für den Autohersteller Mazda bildete dafür den Rahmen.

Report: Programmies

Themen im Report "Programmzeitschriften" in HORIZONT, Ausgabe 42/2011

Markt: Mediaplaner verlangen mehr Formatexperimente von den Verlagen.

Vermarktung: Gattungsinitiative Take Five legt zweites Fallbeispiel vor.

Digitaler Teletext: Privatsender hoffen auf Vermarktungspotenzial.

Mobile: Noch keine klare Linie bei Verkaufs- und Werbestrategie.

Supplements: Markenartikler entdecken die Gratis-TV-Hefte als Werbeumfeld.

Die Supplement-Verlage sind trotz sinkender Auflagen der Trägerzeitungen zuversichtlich. Denn laut Media-Analyse Print halten sich die Reichweiten der Konkurrenten RTV und Prisma mit 12,9  und 7,5 Millionen konstant auf hohem Niveau. Hinzu kommt, dass Markenartikler die Hefte immer mehr für sich entdecken.
 
Um ihre Reichweiten weiter auszubauen, haben große Programmzeitschriften ihre Apps für Smartphones und Tablet-PCs optimiert. Über die ideale Strategie - gratis, Einmalpreis oder Abo - besteht aber noch immer Uneinigkeit. "Die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle insbesondere im mobilen Bereich hat gerade erst begonnen", erklärt Springer-Verlagsleiter Zech. In der Tat hat die Mehrheit der Programmies bisher überhaupt keine Apps, sie gehören offenbar nicht zum Pflichtrepertoire. hor

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