HORIZONT.NET

Report: Hörfunkmarketing II - Die richtigen Argumente finden



Für das Radio läuft es gut im Werbemarkt: Mit einem Plus von 4,6 Prozent liegen die Hörfunkanbieter im laufenden Jahr weit über dem Marktwachstum und sind damit hinter Online das wachstumsstärkste Werbemedium. Dazu haben vor allem die PKW-Hersteller beigetragen: Ihre Bruttowerbeausgaben im Radio stiegen 2012 um 34 Prozent. Trotzdem muss das Medium weiter Überzeugungsarbeit leisten: Die FMCG-Kunden meiden das Radio nach wie vor und lassen sich von den Argumenten der Radiovermarkter wenig beeindrucken.
 

Report: Hörfunkmarketing II

Die weiteren Themen im Report Hörfunkmarketing II in HORIZONT, Ausgabe 48/2012

Städte-Netzwerk: Ein Verband von Lokalradios soll den Werbemarkt erschließen.

Webradio: Trotz Nutzerwachstum ist der Reichweitennachweis eine Schwachstelle.

Streaming: Das Angebot an bezahlten und werbefinanzierten Diensten nimmt zu.

Radio Day: Das Branchenevent pausiert und wird neu justiert.

Fußball: Die DFL-Ausschreibung der Hörfunkrechte sorgt für Diskussion.

Exklusivumfrage: Beim Autofahren ist das Radio für die Deutschen unverzichtbar.

Werberiesen wie Procter & Gamble, Ferrero, Unilever oder L'Oreal geben ihre Etats vor allem für Fernsehwerbung aus. Auch die führenden Hörfunkvermarkter RMS und AS&S können die Konsumgüterhersteller nicht zum Umdenken bewegen: "Große Schnelldreher konzentrieren ihr Budget auf TV, um dort möglichst hohe Rabatte zu realisieren", sagt Forschungsexperte Wolfgang Schuldlos. Zudem ist der Einsatz von TV für viele große Hersteller laut Niels N. von Haken, Chef der MDR-Werbung, eingefahren, auch weil ihre Agenturen das Medium favorisieren. Das hält die Vermarketer aber nicht davon ab, 2013 erneut die FMCG-Hersteller anzuvisieren: "Wo wir bisherigen Argumente nicht gegriffen haben, muss man eben bessere finden", sagt AS&S-Radio-Geschäftsführer Oliver Adrian.
Auch bei ihren Stammkunden könnte Radio bald Konkurrenz von TV bekommen: Der Konzern Pro Sieben Sat 1 will künftig mit drei Sendern regionale Werbespots ausstrahlen. Die Meinung der Radiosender zu diesem Vorhaben is eindeutig: "Werbung und Programm bilden lizensrechtlich eine untrennbare Einheit. Ein Umweg über Landeslizensierungen ist unzulässig", bewertet Kai Fischer, Geschäftsführer von Hit-Radio Antenne, die Pläne des TV-Konzerns. Karlheinz Hörhammer, Chef von Antenne Bayern, rechnet durch regionale Fernsehwerbung sogar mit Einnahmeverlusten von mehreren Millionen Euro. Noch ist aber nicht klar, wann und ob es dazu kommt: Bisher es ist Sendern mit einer bundesweiten Lizens nicht erlaubt, das redaktionelle Programm und die Werbung regional auseinanderzuschalten. hor
 

Drucken Email
Kommentar(e)

Kommentare

 

Aktuelle Kampagnen

Nachrichten aus den Ressorts

Zur Übersicht
Nachrichten
News-Archiv

März 2014

MODIMIDOFRSASO
     12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31

April 2014

MODIMIDOFRSASO
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
282930
 
Ranking inhabergeführte Agenturen: Serviceplan bleibt die Nummer eins
org.jpg
Das Gros der 50 größten inhabergeführten Agenturen konnte den Umsatz im vergangenen Jahr weiter ausbauen. Insgesamt stieg ihr Gross Income 2013 auf 889,5 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr (804,89 Millionen Euro) entspricht das einer Steigerung von 10,5 Prozent. Zur Meldung