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von Bettina Sonnenschein,
Redakteurin Reports und Specials

Report: Handelsmarketing - Mehr Experimente


Der Handel experimentiert mit seinem Mediamix und straft das alte Vorurteil einer trägen Branche ohne Ideen Lügen. Insbesondere Aldi, Lidl und Schlecker sorgten im vergangenen Jahr für unruhige Zeiten bei den Zeitungsvermarktern. Sie versuchten sich an alternativen Medienstrategien, kürzten und verschoben die Budgets in andere Kanäle. Laut Nielsen-Angaben bleiben die Zeitungen dennoch mit einem Anteil von 69 Prozent der wichtigste Werbeträger für den Handel, allerdings zeigt die Kurve nach unten. Radio und TV hingegen legen erheblich zu.
 

Report: Handelsmarketing

Weitere Themen im Report "Handelsmarketing" in HORIZONT, Ausgabe 43/2011

Werbestrategie: Chancen und Risiken der preisbasierten Media-Markt-Kampagne.

Kundenzeitschriften: Saturn will Kundenkontakt mit "Turn on" stärken.

Tageszeitungen: Best Sellers Best Award prämiert Handelswerbung.

Crossmedia: Weltbild zeigt, wie Plakat und Mobile zusammen funktionieren.

Interaktive Schaufenster: Ladenfronten werden zu digitalen Kaufkanal.

Der Anteil an digitaler Werbung liegt aktuell bei 3 Prozent, das entspricht allerdings einer Verdopplung innerhalb von zwei Jahren. Der Trend zum Rückzug aus Tageszeitungen könnte noch weitergehen: "Der Marktanteil der Zeitungen im Mediamix des Handels könnte weiter sinken, die Bodenbildung scheint mir noch nicht erreicht zu sein", sagt Axel Ahlbrech, Experte für Handelskommunikation bei der Düsseldorfer Agentur Crossmedia. Der Experte rechnet zudem mit der wachsenden Bedeutung der standortbezogenen Ansprache der Verbraucher via Location Based Services.

Am Point of Sale wartet indes ein weiteres Medium noch immer auf den Durchbruch: Trotz durch Marktforschung erwiesener Abverkaufswirkung leidet Instore-Radio unter mangelnder Aufmerksamkeit von Seiten der Kunden und Mediaplaner. Um dem entgegenzuwirken, setzten Anbieter von Instor-Radio auf die Ausweisung der Reichweite, die die Gesellschaft für Konsumforschung im Oktober erstmals vorgelegt hat. Mit dem Nachweis einer technischen Reichweite von 83,8 Prozent im Lebensmittel-Einzelhandel und 7,9 Millionen erreichten Haushaltsführenden soll die Vermarktung nun einen Schub bekommen.
Überzeugungsarbeit leisten auch auf Shopper Marketing spezialisierte Agenturen: Ihr Ansatz, den Konsumenten in dem Moment zu erreichen, in dem ein Kaufbedürfnis entsteht, erfordert Umdenken bei Handel und Industrie. Doch während das Bewusstsein für Shopper Marketing laut einer Studie der Düsseldorfer Agentur Frey.G2 bereits sehr hoch ist, mangelt es noch an einheitlichen Definitionen. Außerdem herrscht Misstrauen: "Die Händler fürchten, dass sie die Hoheit über die Regale verlieren", sagt Ulrich Dirk Frey, Managing Partner von Frey.G2. son
 

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