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Report: Entscheidermedien II - Nulltarif zahlt sich nicht aus



Die Frage, wie wegfallende Werbeerlse auszugleichen sind, wird fr die Wirtschaftspresse immer drngender. Fr die Verlage rckt dabei das Thema "Paid Content" wieder in den Fokus: Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" wird fr Digitales knftig Geld von den Nutzern verlangen, die Sdwestdeutsche Medien Holding (SWMH), zu der "Sddeutsche" und "Stuttgarter Zeitung" gehren, planen Paywalls und auch Mathias Dpfner, Vorstandsvorsitzender von Axel Springer, hat angekndigt, Leser des Internetauftritts der "Welt" sptestens zum Jahresende zur Kasse zu bitten.
 

Report: Entscheidermedien II

Die Themen im ReportEntscheidermedien IIin HORIZONT, Ausgabe 44/2012

Paid Content: Verlage entwickeln zahlungspflichtigen Internetportale.

Markt: Die Wirtschaftspresse kmpft mit sinkenden Werbebudgets.

Roland Tichy: Der WiWo-Chefredakteur ber die Zukunftsplne.

Newssender: N24 und N-TV haben sich in der Nische etabliert.

Finanzportale: Deutsche Angebote definieren ihre Zielgruppe klar.

Know-how: Printmedien nehmen bei der Elite eine starke Stellung ein.

"Die Erlse aus Onlinewerbung werden auch in Zukunft nicht ausreichen, um die Kosten der Redaktionen zu decken", begrndet Rolf-Dieter Lafrenz, Geschftsfhrender Gesellschafter der Unternehmensberatung Schickler in Hamburg, diesen Schritt. Dass die Entscheidermedien nachziehen knnten, liegt nah - denn die Leser sind viel unterwegs, an Nachrichten hochinteressiert und kaufkrftig - fr Paid Content also eine durchaus interessante Zielgruppe. Grund genug fr eine solche Offensive gibt es, denn auch in der Entscheider-Kommunikation findet ein eindeutiger Trend zur Verlagerung ins Digitale statt.
Dazu kommt, dass die Finanzdienstleister sparen: In den ersten neun Monaten 2012 haben die wichtigsten Werbekunden ihre Ausgaben gegenber dem Vorjahreszeitraum um fast 30 Prozent gekrzt. Konrad Geipel, Account Director der Mediaagentur PHD Germany prognostiziert fr die Printtitel: Je nach Szenario rechnen wir innerhalb der nchsten acht bis zehn Jahre mit einem Rckgang des Share of Advertising um 30 bis 50 Prozent." Dabei werden die Inhalte von der Elite durchaus nach wie vor geschtzt: Fr komplexe Zusammenhnge braucht es lngere Lesestcke, und da werden fr viele Entscheider trotz digitaler Ausstattung mit Smartphone, Tablet und Notebook papierbasierte Medien erste Wahl bleiben", sagt Thorsten Stork, Managing Director der Mediaagentur Zenith in Mnchen. hor
 



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