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von Bettina Sonnenschein,
Redakteurin Reports und Specials

Report: Entscheidermedien II - Herausforderungen meistern


Die Manager der Wirtschaftspresse ziehen für 2011 positive Bilanz: Laut Nielsen-Statistik konnten die meisten der zwanzig größten Wirtschaftsmagazine ihre Bruttowerbeumsätze in den ersten neun Monaten des Jahres steigern. "Börse Online" und "Euro am Sonntag" gelingt gegenüber dem Vorjahreszeitraum prozentual sogar ein zweistelliges Plus. Weiterhin schwierig bleibt es allerdings im Vertrieb: Die harte Auflage sinkt weiter rapide. Ein möglicher Grund dafür liegt laut der Studie Communication Networks in der hohen Nutzungsdauer des Internets bei Entscheidern.
 

Report: Entscheidermedien II

Weitere Themen im Report "Entscheidermedien II" in HORIZONT, Ausgabe 45/2011

Magazine: Schnelle Wirtschaf verändert die Rolle der Printtitel.

Finanzportale: Deutsche Plattformen positionieren sich gegen Wallstreet Online.

Werbemarkt: Finanzbranche setzt wieder mehr auf TV und Internet.

Business Networks: Facebook und Google+ machen Xing und Linkedin Konkurrenz.

Dass das auch positive Folgen haben kann findet Rainer Esser, Geschäftsführer des Zeit Verlags. Im HORIZONT-Interview zeigt er keine Angst vor der Abwanderung der Leser ins Digitale: "Weshalb fürchten? Solange beide Reichweiten steigen, ist es doch alles andere als fürchterlich." Esser zeigt sich sogar begeistert: "Online ist als zusätzliche Plattform fantastisch und eine starke Marke wie "Die Zeit" profitiert überproportional davon.

Auf die Stärkung der Marke setzen auch die Tageszeitungsverlage. Dass die gedruckte Auflage auf Grund des veränderten Medienkonsums weiter sinken wird, ist den Managern klar. Umso intensiver zählt für sie Verbreitung auf den digitalen Kanälen und damit das Binden der Leser und User an die Marke. Mit der steigenden Parallelnutzung rückt damit auch die Gesamtreichweite immer weiter in den Mittelpunkt. Die Frage, welche Kanäle sich neben Print am besten monetarisieren lassen werden, ist noch offen. Marianne Dölz, Geschäftsführerin der Verlagsgruppe Handelsblatt, kann sich immerhin vorstellen, dass Print- und Digitalerlöse in drei bis vier Jahren auf dem gleichen Niveau liegen. son

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