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Report: Anzeigenblätter II - Umsatzwachstum trotz Reichweitenrückgang


Anders als die Tageszeitungen erzielen die Anzeigenblätter stabile Umsätze. "Wir rechnen mit einem Nettowachstum von rund zwei Prozent", prognostiziert Heiner Urhausen, Geschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Anzeigenblätter (BVDA). Das würde ein neues Rekordjahr für 2011 bedeuten.
 
Begünstigt wird dies durch zwei Entwicklungen: Zum einen können die kostenlosen Wochentitel auf die kleinen Werbekunden aus der Region zählen, zum anderen ergattern sie zunehmend Aufträge großer Handelsunternehmen. Aber auch die Anzeigenblätter melden einen Reichweitenrückgang: Lasen 2006 laut AWA noch 43,8 Millionen Deutsche regelmäßig ein kostenloses Wochenblatt, waren es 2011 nur noch 38,4 Millionen, ein Minus von 12 Prozent.

Report: Anzeigenblätter II

Diese und weitere Themen im Report "Anzeigenblätter II" in HORIZONT, Ausgabe 41/2011

Generationenwechsel: Stabübergabe verläuft nicht immer reibungslos.

Interview: Verleger Adam Jürgen Bergmaier über wachsenden Wettbewerb.

Nachwuchsförderung: Ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg der Verlage.

Mediaplanung: Neuerungen machen das Planungstool Advertizor intuitiver.

Umfrage: Mediaplaner äußern sich zum Stellenwert der Gattung.

Überregionale Markenartikler machen noch einen Bogen um das Medium, was der BVDA nun ändern will. 2012 bietet er eine neue Belegungsoption an, die Kundengruppen locken soll, die nicht oder nur sehr zögerlich in Anzeigenzeitungen schalten. So können Werbekunden künftig zentral Anzeigen buchen und diese national oder teilnational über die Verbandstitel verbreiten. Anderen Vermarktern wie der 2010 gestarteten Deutschen Anzeigenblatt Marketinggesellschaft (DAM) will der BVDA jedoch keine Konkurrenz machen.
 
In der digitalen Welt gehören Anzeigenblätter zu den Spätstartern. Nur zaghaft arbeiten sie sich in die sozialen Netzwerke vor. Titel, die das beherzter angehen, machen jedoch überwiegend gute Erfahrungen. Für Herbert Zelzer, Chef der Verlagsgruppe Wochenblatt, steht fest, dass Facebook die Akzeptanz des Verlags stärkt. Zelzer: "Wir binden dort Leser an unsere Marke und knüpfen Kontakt zu Zielgruppen, die unsere Titel zuvor nicht gelesen haben." hor

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