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Fünf Fragen an Achim Rohnke, Geschäftsführer ARD-Werbung Sales & Services, Frankfurt


Rohnke: Crossmediale Konzepte erschließen neue Märkte für Radio 

Rohnke: Crossmediale Konzepte erschließen neue Märkte für Radio

Die AS&S Radio GmbH hat nach der Ausgründung im Oktober 2006 das erste Jahr hinter sich. Wie fällt Ihre Bilanz aus?
 
Die Ausgründung des Radiogeschäfts aus der AS&S hat uns ein großes Stück vorangebracht. Die Fokussierung auf Radio, ohne die Chance der bimedialen Vermarktung aus den Augen zu verlieren, hat  im Radio Kräfte und Möglichkeiten freigesetzt, an die wir anfangs selbst nicht gedacht haben.
Ihr Anspruch, neue Mandanten der AS&S Radio auch als Gesellschafter zu gewinnen, hat sich bislang jedoch noch nicht erfüllt. 
 
Dieser Plan ist angelegt und wird auch bald aufgehen. Wir haben inzwischen einen attraktiven Partner, mit dem wir einen Letter of Intent geschlossen haben. Bis die Aufnahme in den Gesellschafterkreis spruchreif ist, haben wir indes Stillschweigen vereinbart.
 
Wie sieht es denn mit den Wachstumsperspektiven für Radio insgesamt aus?
 
AS&S Radio hat seit Anfang des Jahres 188 Neukunden gewonnen, nicht zuletzt als Folge unseres aufgestockten Außendienstes. So konnten wir die Kundenkontakte deutlich erhöhen. Die Branchen mit den höchsten Zuwächsen sind dabei Handel, Fahrzeugzubehör, Baumärkte sowie Foto/Optik. Viele dieser Kunden haben wir mit neuen Konzepten angesprochen, etwa mit der Podcast-Vermarktung. Das hat für Radio neue Märkte erschlossen und Kunden aufmerksam gemacht.
 
Mit den werbefreien Online-Auftritten der ARD-Sender können Sie das Wachstumsfeld Internet nicht besetzen. Kommen Sie auf dem Weg vom Radio- zum Audiovermarkter ins Hintertreffen?
 
Wir waren die ersten, die den Wandel zum Audiovermarkter propagiert haben, andere sind uns gefolgt. Wir haben zum Radioday die ersten Kooperationen mit Audioads und Mypody gestartet, und haben bereits Webradios in der Vermarktung, in denen man klassische Werbung schalten kann. Keines dieser Angebote ist wegen der bekannten Beschränkungen öffentlich-rechtlich. Aber im Portfolio von Audioads beispielsweise befinden sich unsere privaten Mandanten. Bei diesen bietet sich natürlich die Möglichkeit, Kampagnen ins Netz zu verlängern. Eine große Aktion war etwa „Energy in the Park" mit dem Partner Sinalco.
 
Die Hör- und Verweildauer von Radio ist rückläufig. Dieser Trend muss doch zwangsläufig auf Vermarktungsseite zu Problemen führen.
 
Radio hat mit drei Stunden täglicher Mediennutzung in der breiten Zielgruppe und 2,5 Stunden bei den jungen Hörern eine solche Priorität im Tagesablauf, dass wir uns um die Breitenwirkung im Radio keine Gedanken machen. Im Gegenteil, aus der Forschung wissen wir, dass Radio für seine Nutzer den Tag strukturiert. Was will man mehr?Interview: Jochen Zimmer
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