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Fachverleger diskutieren digitale Geschäftsmodelle


Eva E. Wille fordert Mut zur Veränderung und zum Risiko 

Eva E. Wille fordert Mut zur Veränderung und zum Risiko

"Nur wer sich ändert, bleibt sich treu" - unter diesem Motto diskutierten Referenten und Verleger im Rahmen des Kongresses der Deutschen Fachpresse in Wiesbaden neue Geschäftsmodelle für Fachmedienhäuser.
 
Eva E. Wille, Sprecherin der Deutschen Fachpresse, fordert Mut zur Veränderung und zum Risiko, dabei gelte es stets, "die Balance zwischen alten und neuen Medien zu halten". Gleichzeitig stellt sie die Risiken heraus, die von dem "Triebsand der Veränderungen" ausgehen können - etwa durch neue Regeln und Gesetze aber auch durch "Halbwissen".
Dass B-to-B-Verlage sich in diesem Veränderungsprozess behaupten, bezeichnet sie als die "wichtigste Aufgabe" für den Fachverband und dessen Trägerverbände, den Börsenverein des Deutschen Buchhandels und den Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ). Darüber hinaus will sich die Mitgliedsorganisation verstärkt an aktuellen Diskussionen beteiligen, wie etwa der Debatte über Public Value im Internet.
 
Dass der Veränderungsprozess keine Bedrohung des Kerngeschäfts der B-to-B-Verlage darstellt, betont Referentin Miriam Meckel, Professorin an der Universität St. Gallen. Gleichzeitig fordert sie den "Kunden als Asset" wahrzunehmen und Verhaltensweisen des Users im Netz - Interaktivität, Social Networking, Visualisierung - für maßgeschneiderte Angebote zu nutzen.
 
Geschäftsmodelle müssen sich "bedingungslos" am Kunden orientieren - dieser Auffassung ist auch Arnd Benninghoff, Director bei Holtzbrinck E-Lab. Darüber hinaus sollten sie im Internet klar und kurz definiert werden können und ohne hohe Marketingkosten durch virales Marketing umsetzbar sein.
 
Fachverleger investieren bereits in großem Umfang ins Netz: Vogel Business Medien will bis 2010/2011 rund 20 Millionen Euro in Online-Angebote stecken, die Haufe Mediengruppe investiert ebenfalls einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag: Für Markus Reithwiesner, Geschäftsführer Haufe Mediengruppe, sind die guten Kundenbeziehungen der entscheidende Vorteil der Fachverleger im Netz gegenüber beispielsweise Start-Ups. Gleichzeitig habe das "Single-Dasein" der Unternehmen im Netz keine Chance, Verlage benötigten Partner, um die komplexen Vorgänge meistern zu können. se
 

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