IBM-Studie: Fernsehen verliert bei jungen Nutzern an Bedeutung
Das Internet hat das Fernsehen bei jungen Nutzern als Leitmedium abgelöst. Für die Hälfte der unter 25-Jährigen ist das Netz mittlerweile das wichtigste Medium. Das ist ein Ergebnis der Studie "Innovation der Medien" von IBM Global Business Services und der Universität Bonn.
Über alle Altersgruppen hinweg ist das Fernsehen noch für 33 Prozent der Befragten das wichtigste Medium, gefolgt vom Internet mit 25 Prozent, Zeitungen mit 21 Prozent und Zeitschriften mit 14 Prozent. Dabei wird das Fernsehen laut Studie immer mehr zum Nebenbeimedium.
Für die gezielte Informationssuche hat das Internet den klassischen Medien mittlerweile den Rang abgelaufen. Philipp Scherf, Medienexperte der IBM-Unternehmensberatung: "Wenn es um Kaufentscheidungen geht, dann ist das Internet über alle Altersgruppen hinweg bei fast zwei Dritteln der Deutschen erste Wahl für die Recherche - ein Umstand, auf den sich auch die Werbeindustrie einstellen muss." Für Recherchen gehen 63 Prozent online, 30 Prozent konsultieren Zeitungen und nur etwa 5 Prozent das Fernsehen.
Immer mehr Nutzer machen auch aktiv von den Möglichkeiten Gebrauch, selbst Inhalte zu erstellen und entwickeln sich vom Konsumenten zum "Prosumenten": 40 Prozent der unter 30-Jährigen erstellen selbst Inhalte oder sind daran interessiert. Bei den über 30-Jährigen zählen immerhin noch etwa ein Viertel zu den Prosumenten.
Untersucht wurde auch die Einstellung zu Werbung: Im Fernsehen empfinden 70 Prozent der Befragten Werbung als störend, im Internet 50 Prozent und in Zeitungen nur 26 Prozent. Für die Studie wurden 862 Internetnutzer zwischen 14 und 69 Jahren befragt. dh
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