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Glam expandiert kräftig und plant Männerableger


von Juliane Paperlein,
Ressortleiterin Medien

Glam Deutschland startet am 17. Juli 

Glam Deutschland startet am 17. Juli

In hohem Tempo treibt das US-Frauenportal
Glam.com die internationale Expansion voran. Nach dem Deutschlandlaunch am 17. Juli folgen Japan im Oktober und Frankreich bis Jahresende. Im kommenden Jahr starten laut Ralf Hirt, Vice President International von Glam Media, Indien und China. Der britische Ableger ist bereits im Juni online gegangen.
 
„Die Chance hohe Reichweiten zu bilden, ist jetzt da, deshalb muss der Ausbau weltweit und vertikal sehr schnell voran gehen“, so Hirt gegenüber HORIZONT.NET. Das amerikanische Unternehmen, an dem Burda seit Februar 2008 beteiligt ist, hat im Frühjahr rund 85 Millionen Dollar – umgerechnet rund 53,7 Millionen Euro – für die Expansion eingesammelt. Neben dem Aufbau weltweiter Ableger fließt das Geld in die Erweiterung des Angebots um weitere Channel, beispielsweise „Living“. Außerdem plant Glam Media den Ableger „Glam for Men“.
Ralf Hirt treibt die Expansion voran 

Ralf Hirt treibt die Expansion voran

In Deutschland trifft Glam auf ein sich gerade formierendes, ambitioniertes Wettbewerberfeld. Nachdem sich Pro Sieben Sat 1 Anfang Juni bei Fem.com eingekauft hat, will RTL – wie HORIZONT vergangene Woche exklusiv berichtete – mit Frauenzimmer.de unter die Top 3 der Frauenportale aufrücken. Das Portal bündelt die geballte Frauenkompetenz aller zur Gruppe gehörenden Sender und soll bis Ende des Jahres eine halbe Million Unique User erreichen. Zum Vergleich: Deutschlands derzeit größtes Portal, Axel Springers Gofeminin.de, erreichte laut den Agof Internet Facts 2008/I an die 1,89 Millionen Unique User. Laut Hirt zählt Glam.com bereits 1,2 Millionen User aus Deutschland. „Damit sind wir schon jetzt die Nummer 2 hinter gofeminin.de“, so Hirt.
 
Zum Vergrößern klicken! (Weitere Charts gibt es im Kasten unter "Marktdaten") 

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Der derzeitige Run auf die Frauen im Netz markiert nichts anderes als einen Nachholeffekt. „Die ganze Welt war hinterher, was diese Zielgruppe im Internet betrifft. Weltweit sind keine starken Portale gegründet worden“, sagt Hirt. Springers Einstieg bei der Gofeminin-Mutter Aufeminin Ende Juni 2007 markierte den ersten deutlichen Schritt in die Richtung. Für das vergangene Jahr meldet die Plattform bereits ein Rekordergebnis von 22,5 Millionen Euro, das entspricht einer Steigerung von 69 Prozent gegenüber dem Vorjahrszeitraum. Der Jahrsüberschuss lag laut Unternehmensangaben bei satten 8,8 Millionen Euro (plus 46 Prozent).
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