17.11.2008
Zeitschriftentage: VDZ diskutiert Auswege aus der Wirtschaftskrise
Durch die Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise gerät die Kostenkalkulation vieler Verlage stark unter Druck. Über Auswege aus der Misere diskutierten die Verleger heute in Berlin im Rahmen der VDZ-Zeitschriftentage. Medienhäuser wie zuletzt die Bauer Verlagsgruppe, Hubert Burda Media und Gruner + Jahr, reagieren auf die Wirtschaftsflaute mit Kostensenkungsprogrammen, Entlassungen und Einstellungsstopps.
Bernd Buchholz, Deutschland-Vorstand G+J, wehrt sich gegen den Vorwurf der „Kamikaze-Kommunikation" im Zusammenhang mit dem angekündigten Sparpaket: „In solchen Zeiten müssen wir klar kommunizieren." Rolf Grisebach, Sprecher der Geschäftsführung des Deutschen Fachverlags, in dem auch HORIZONT erscheint, plädiert dafür, einen „klaren Kurs beizuhalten" und langfristige strategische Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Bei Axel Springer mahnt Vorstand Andreas Wiele, dass Chefredakteure die „Seele eines Magazins" verkörpern und das Zentralredaktionsmodell, mit dem Springer bei der „Welt"-Gruppe und im Programmzeitschriftenbereich arbeitet, nicht überstrapaziert werden darf.
In der Debatte um Kostensenkungen werden Forderungen nach mehr Qualität bei Print- und Onlineprodukten laut. Gemeinsames Credo: Die Kernkompetenzen dürfen nicht vernachlässigt werden und reine Printmodelle sichern nicht das Überleben der Branche. Wiele: „Die Digitalisierung ist unsere eigentliche Herausforderung. Nicht die Wirtschaftskrise." se
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