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Zeitschriftentage: VDZ diskutiert Auswege aus der Wirtschaftskrise


G+J-Manager Bernd Buchholz verteidigt sein Sparpaket 

G+J-Manager Bernd Buchholz verteidigt sein Sparpaket

Durch die Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise gerät die Kostenkalkulation vieler Verlage stark unter Druck. Über Auswege aus der Misere diskutierten die Verleger heute in Berlin im Rahmen der VDZ-Zeitschriftentage. Medienhäuser wie zuletzt die Bauer Verlagsgruppe, Hubert Burda Media und Gruner + Jahr, reagieren auf die Wirtschaftsflaute mit Kostensenkungsprogrammen, Entlassungen und Einstellungsstopps.
 
Bernd Buchholz, Deutschland-Vorstand G+J, wehrt sich gegen den Vorwurf der „Kamikaze-Kommunikation" im Zusammenhang mit dem angekündigten Sparpaket: „In solchen Zeiten müssen wir klar kommunizieren." Rolf Grisebach, Sprecher der Geschäftsführung des Deutschen Fachverlags, in dem auch HORIZONT erscheint, plädiert dafür, einen „klaren Kurs beizuhalten" und langfristige strategische Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Bei Axel Springer mahnt Vorstand Andreas Wiele, dass Chefredakteure die „Seele eines Magazins" verkörpern und das Zentralredaktionsmodell, mit dem Springer bei der „Welt"-Gruppe und im Programmzeitschriftenbereich arbeitet, nicht überstrapaziert werden darf.
Laut Andreas Schoo, Geschäftsleiter Heinrich Bauer Verlag, ist das „Ende der Fahnenstange" bei den Sparmaßnahmen noch nicht erreicht. Er sieht Kostensenkungspotenzial vor allem im Vertriebsgeschäft und spielt damit auf die zuletzt heftig vom Bauer Verlag kritisierten Strukturen im Presse-Vertriebssystem an. Axel Springer Vorstand Wiele plädiert ebenfalls für eine „gemeinsame dynamische Veränderung" im Vertrieb, bei der die Marktführer klarer am Kiosk herausgestellt und das System effizienter werden sollen. Dass der Vertrieb nicht nur ein Problem aufseiten der Vertriebspartner ist, merkt Buchholz an.
 
In der Debatte um Kostensenkungen werden Forderungen nach mehr Qualität bei Print- und Onlineprodukten laut. Gemeinsames Credo: Die Kernkompetenzen dürfen nicht vernachlässigt werden und reine Printmodelle sichern nicht das Überleben der Branche. Wiele: „Die Digitalisierung ist unsere eigentliche Herausforderung. Nicht die Wirtschaftskrise." se
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