17.11.2008
Zeitschriftentage: Hubert Burda bezeichnet Zeitschriften als Grundnahrungsmittel
Verlegerpräsident Hubert Burda glaubt an die Zukunft von Print. "Zeitschriften sind Grundnahrungsmittel", sagte der Präsident des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) in seiner Auftaktrede zu den VDZ Zeitschriftentagen vor rund 800 Zuhörern in Berlin.
Gemäß der Gattungsmarketing-Kampagne "Print wirkt" glaubt Burda, dass sich die Gattung trotz der aktuellen Wirtschaftskrise dauerhaft positiv entwickeln wird: "Die Printmagazine setzen die Agenda in Deutschland."
Als nächstes großes Streitthema macht der Verleger die "Digitale Dividende" aus. Bei der Umstellung von analog auf digital sollen Frequenzen nach dem Willen von Vivian Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, auch für Unternehmen abseits der Medien bereit stehen - beispielsweise aus der Telekommunikationsbranche. "Da müssen wir jetzt in die Startlöcher gehen", so Burda.
Auch in Sachen Datenschutznovelle, geht Burda auf Gegenkurs zur aktuellen Politik. Die Novelle, die bis Ende des Monats durchgewunken werden soll und die Neukundenwerbung für Abonnenten nur noch nach vorheriger Einwilligung der Angeschriebenen möglich machen würde, hätte gravierende Folgen. "Wir müssen rechtzeitig agieren", appeliert Burda daher. Nach HORIZONT-Informationen haben die Verlegerverbände und einige Großverlage Anfang November einen eigenen Vorstoß unternommen, um die drohende Gesetzesänderung abzuwenden. pap
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