Zahl der Übernahmen im Verlagswesen sinkt
Im 1. Halbjahr ist die Zahl der Übernahmen und Beteiligungen in der deutschen Verlagsbranche spürbar zurückgegangen. Die Zahl der registrierten Deals sank auf 106 Transaktionen und damit um rund ein Fünftel gegenüber dem Vorjahreszeitraum. "Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat auch bei den M&A-Aktivitäten deutscher Verlage deutliche Bremsspuren hinterlassen", schreibt die Beraterfirma Bartholomäus & Cie, die den "Transaktionsmonitor Verlagswesen" halbjährlich erhebt.
Das M&A-Marktvolumen ist noch stärker gesunken - und zwar um ein Viertel auf rund 2,0 Milliarden Euro. Mit einer Erholung rechnet Bartholomäus frühstens Mitte bis Ende kommenden Jahres. Auch die Preise sind gesunken. "Der Markt hat sich binnen zwölft Monaten vom Verkäufer- zum Käufermarkt gewandelt", so Bartholomäus.
Vier große Transaktionen haben das Geschehen seit Januar bestimmt: Axel Springer hat seine Minderheitsbeteiligungen an verschiedenen Tageszeitungen in Norddeutschland an Madsack verkauft. David Montgomerys Mecom musste die erst 2007 gekauften Titel des Berliner Verlags an M. DuMont Schauberg verkaufen. Die Medien-Union hat sich minderheitlich an der Dr. Hass GmbH beteiligt, die den "Mannheimer Morgen" herausbringt. Und die Halbbrüder Dieter und Stefan von Holtzbrinck haben sich das Geschäft der Holtzbrinck-Gruppe aufgeteilt. pap
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