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Wall hat in Münster freie Bahn
Der Streit um die Vergabe der Vermarktungsrechte der Stadt Münster zwischen den beiden Außenwerbern Wall und Ströer ist ohne juristische Auseinandersetzungen beigelegt worden. Ströer zieht sich zurück, Wall will ab 2009 seine Stadtmöbel in der westfälischen Metropole installieren.
Die Begründungen der beiden Unternehmen hierzu fallen leicht unterschiedlich aus: Ströer/DSM habe sein Vorpachtrecht zurückgezogen, heißt es in einer Mitteilung von Wall. „Nachdem wir uns in Reutlingen, Freiburg und Münster gegen die sogenannten englischen Klauseln durchgesetzt haben, werden diese auch bei kommenden Ausschreibungen keine Rolle mehr spielen", so Vorstandsvorsitzender Daniel Wall.
Ströer sagt hingegen gegenüber HORIZONT.net, dass das Vorpachtrecht von Ströer/DSM galt. Eine Prüfung auf Angebotsbasis habe jedoch ergeben, dass ein Vertragsabschluß mit der Stadt Münster zu den Bedingungen unrentabel sei. Das Unternehmen sei weiterhin mit rund 400 Werbeflächen auf privatem Grund und auf dem Gelände der Deutschen Bahn in Münster vertreten.
Die Stadt Münster hatte Ende September den Zuschlag für ihre Werberechte im öffentlichen Raum für die nächsten 15 Jahre an Wall vergeben. 12 Millionen Euro will der Berliner Außenwerber in neue Buswartehallen, Litfasssäulen, Toiletten und interaktive Bluespot-Terminals investieren. Der jährliche Pachtzahlung beläuft sich laut Medienbereichten auf 1,15 Millionen Euro. se
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