12.12.2007
Postdienste
Vorstandschef Thiel plant neues Gesellschaftermodell für die Pin Group
Die Briefkonkurrenz für die Deutsche Post bleibt offenbar bestehen. Medienberichten zufolge will das Management der Pin Group das Unternehmen mit neuer Gesellschafterstruktur weiterführen, wenn Mehrheitseigentümer Axel Springer wie erwartet Insolvenz beantragt.
Günter Thiel, Vorstandschef der Pin Group plant ein Management-Buy-Out (MBO), an dem sich mehrere Bereichs- und Regionalvorstände beteiligen wollen. Thiel selbst möchte sein finanzielles Engagement ausbauen und den Anteil der Luxemburger Beteiligungsgesellschaft Rosalia erhöhen. Rosalia hatte die Pin AG im September 2005 gemeinsam mit den Verlagen Axel Springer, Georg von Holtzbrinck und WAZ gegründet.
Als weitere Gesellschafter kämen in dem neuen Modell die deutschen Sparkassen in Frage, sagte Thiel der "FAZ". Bereits im Sommer war eine Einigung zur Nutzung von Sparkassen als Brieffilialen erfolgt, aus der sich nun eine weitere Kooperation zu entwickeln scheint. Zudem könne Thiel sich vorstellen, dass sich die übrigen Minderheitsgesellschaften an dem MBO beteiligen werden.
Im Hause Axel Springer herrscht bezüglich solcher Pläne jedoch Unmut: Laut "Financial Times Deutschland" hätten weder Thiel noch die anderen Gesellschafter in letzter Zeit Mittel für den Weiterbetrieb des Unternehmens zur Verfügung gestellt.
Axel Springer will spätestens am Freitag über die Insolvenz der Pin Group entscheiden und rechnet damit, rund 600 Millionen Euro abschreiben zu müssen.
- Medien 10. Dezember 2007: Pin Group droht das Aus
- Medien 4. Dezember 2007: Pin Group kündigt Massenentlassungen an
- Medien 3. Dezember 2007: Springer prüft Einstellung des Postgeschäfts
- Medien 7. November 2007: Axel Springer meldet gutes Ergebnis in ersten neun Monaten
- Marketing 5. November 2007: Zumwinkel schießt gegen Springer
- Medienhäuser: Axel Springer AG
Weitere Nachrichten aus Medien vom 12.12.2007:
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WAZ und SZ sind erst der Anfang, die Krise der Medien bedroht die Zeitungslandschaft. Das Krisenmanagement der Bundesregierung ist nun gefragt. Nach Banken und Autokonzernen muss nun ein Schutzschirm für die Medien her. Der HORIZONT-Blog nennt in einer Glosse Szenarien für die Rettungspakete.
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HORIZONT 47/2008 vom 20.11.2008
Das Top-Thema der Woche: Während Vermarkter und Medienhäuser dem Jahr 2009 skeptisch entgegensehen, herrscht bei den Online-Agenturen ungebrochener Optimismus.
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