Rechtsstreit
01.10.2009
Verleger prüfen Klage gegen Google
Bis jetzt flogen nur scharfe Worte hin und her - doch bald könnten juristische Taten folgen: Hinter noch verschlossenen Türen bahnt sich ein Rechtsstreit an, der die Medienwelt auf Jahre in Atem halten könnte. Nach HORIZONT.NET-Informationen aus Medienkreisen erwägen die Zeitungs- und Zeitschriftenverlage, beim Bundeskartellamt ein Beschwerdeverfahren gegen Google zu beantragen. So haben der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) von einer Großkanzlei die Chancen einer Kartellbeschwerde gegen Google untersuchen lassen.
Die Verlegerverbände erwägen, dem Suchmaschinenbetreiber nun auch juristisch eine möglicherweise „missbräuchliche Nutzung der marktbeherrschenden Stellung" vorzuwerfen, wie es in dem Anwaltsschreiben heißt, das HORIZONT vorliegt. Bisher haben einzelne Verlagsmanager entsprechende Vorwürfe gegen Google öffentlich immer nur angedeutet. Parallel dazu haben Verbandsvertreter nach HORIZONT-Informationen bereits im Sommer beim Bundeskartellamt vorgefühlt - und sind von der Bonner Behörde dem Vernehmen nach dazu ermuntert worden, die Beschwerde einzureichen.
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Was die Verlage Google konkret vorwerfen, was eine Kartellbeschwerde gegen Google kostet und welche Chancen sie haben könnte, lesen Sie in der aktuellen HORIZONT-Ausgabe 40/2009.
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