Rechtsstreit
Verleger prüfen Klage gegen Google
Bis jetzt flogen nur scharfe Worte hin und her - doch bald könnten juristische Taten folgen: Hinter noch verschlossenen Türen bahnt sich ein Rechtsstreit an, der die Medienwelt auf Jahre in Atem halten könnte. Nach HORIZONT.NET-Informationen aus Medienkreisen erwägen die Zeitungs- und Zeitschriftenverlage, beim Bundeskartellamt ein Beschwerdeverfahren gegen Google zu beantragen. So haben der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) von einer Großkanzlei die Chancen einer Kartellbeschwerde gegen Google untersuchen lassen.
Die Verlegerverbände erwägen, dem Suchmaschinenbetreiber nun auch juristisch eine möglicherweise „missbräuchliche Nutzung der marktbeherrschenden Stellung" vorzuwerfen, wie es in dem Anwaltsschreiben heißt, das HORIZONT vorliegt. Bisher haben einzelne Verlagsmanager entsprechende Vorwürfe gegen Google öffentlich immer nur angedeutet. Parallel dazu haben Verbandsvertreter nach HORIZONT-Informationen bereits im Sommer beim Bundeskartellamt vorgefühlt - und sind von der Bonner Behörde dem Vernehmen nach dazu ermuntert worden, die Beschwerde einzureichen.
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Was die Verlage Google konkret vorwerfen, was eine Kartellbeschwerde gegen Google kostet und welche Chancen sie haben könnte, lesen Sie in der aktuellen HORIZONT-Ausgabe 40/2009.
- Medien 18. September 2009: Kehrtwende: VDZ lobt Google
- Medien 15. September 2009: BDZV bewertet Googles neuen Nachrichtendienst als "positives Signal"
- Digital 15. September 2009: Burda und Springer profitieren am stärksten von Google
- Digital 15. September 2009: Google beteiligt Verlage an Nachrichtendienst "Fast Flip"
- Klartext 6. August 2009: Verlage vs. Google: Jammern ist doof
Endlich!
Endlich gibt es wieder stand - Don't be evil war für mich immer schon ein Deckmantel zum Schutz des Monopols.Dummheit, wenn wahr
Ich hoffe, dass das nicht stimmt. Sonst sind die Verleger noch grössere Dummköpfe als die Manager der Musikbranche. Also, es gibt keine Hindernisse eine eigene Suchmaschine zu bauen und mit Google in Wettbewerb zu treten. Auch können die Verlage ihre Inhalt aus dem Google Index entfernen lassen. Da reicht ein ganz kleiner Eintrag in den robot.txt. Einfach bei Google robot.txt eingeben und dort wird dann auf Seiten verwiesen, wie das geht. Vielleicht haben die Verleger nur ein Problem, dass ihre Macht kleiner wird. Sie sind eben nicht mehr die Leitmedien, sondern nur eine von vielen Quellen und Google erlaubt eben, dass alle Quellen gefunden werden. Liebe Verleger, get real. Ihr habt eine Zukunft, aber eben nicht mit eurem alten Geschäftsmodell. Sucht doch mal bei Google zum Thema "who says paper is dead?". Da findet ihr ein paar Anregungen. Ganz grosses Kopfschütteln, wenn das wahr ist.Was soll die Umfrage?
"Die Verlage denken darüber nach, Google zu verklagen. Ist das der richtige Weg, sich gegen einen Wettbewerber zur Wehr zu setzen?" Das ergibt keinen Sinn. Google steht nicht im Wettbewerb zu irgendwelchen Zeitungen. Google News bietet lediglich links auf Artikel, die von den Zeitungen selbst im Internet veröffentlicht wurden. So wie ich das sehe, unterstützen sich die "Gegner" hier gegenseitig und jeder gewinnt. Artikel können gefunden und gelesen werden, Google wird genutzt. Die Klage ist sinnlos und die TED-Frage geht von einer falschen Prämisse aus.Weitere Nachrichten aus Medien vom 01.10.2009:
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