06.07.2007
Verbände kritisieren Digitalstrategie von ARD und ZDF
Nach der harschen Kritik des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) an den Digitalisierungsplänen von ARD und ZDF schlägt nun auch der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) in dieselbe Kerbe. Nach Ansicht des Verbands gefährdeten die digitalen Expansionspläne der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten die Medienvielfalt in Deutschland.
"Die geplante Ausdehnung staatlich finanzierter Online-Medien würde die wirtschaftliche Basis der freien Presse und damit die Pressevielfalt in der digitalen Welt gefährden", befürchtet Christoph Fiedler, Leiter Europa und Medienpolitik des VDZ. Erst vor wenigen Tagen hatte der VPRT den öffentlich-rechtlichen Sendern eine "aggressive und ungezügelte Expansion" und den Intendanten einen "vollkommenen Realitätsverlust" vorgeworfen.
Die privatwirtschaftlichen Verbände fordern, dass der von der EU geplante "Public Value Test", dem die Angebote der Öffentlich-Rechtlichen künftig unterzogen werden sollen, im Staatsvertrag verankert werden: "Justiziable, überprüfbare Bedindungen, zu denen der öffentlich-rechtliche Rundfunk seine Aktivitäten ausweiten kann, sind dringend geboten", meint Tobias Schmid, Leiter Medienpolitik von RTL und Vizepräsident des VPRT. dh
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