Kinderfernsehen
06.03.2009
VPRT will den Kinderkanal in die Schranken weisen
Um die geplante Ausweitung der Sendezeit des öffentlich-rechtlichen Kinderkanals Kika ist Streit entbrannt. Der in Erfurt ansässige Kindersender von ARD und ZDF will seine Sendezeit abends von 21 Uhr auf 23 Uhr verlängern, um ältere Kinder und Jugendliche besser zu erreichen. Während Politiker wie Thüringens Medienminister Gerold Wucherpfennig Unterstützung für die Pläne signalisiert hat, formiert sich auf seiten der privaten Rundfunksender Widerstand.
"Der Umbau des Kinderkanals in einen Jugendkanal 'light' würde die Wettbewerbssituation der bestehenden Marktangebote für die Zielgruppe gravierend verschärfen und private Angebote aus dem Markt verdrängen", warnt Jürgen Doetz, Präsident des Verbands Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT). "Wir sind der Auffassung, dass ein solches Vorhaben nach dem neuen Rundfunkstaatsvertrag in jedem Fall den Drei-Stufen-Test durchlaufen muss und - wenn die vorgegebenen Prüfkriterien denn ernst genommen werden - auf diesem Wege gestoppt werden müsste."
ARD und ZDF müssen künftig alle neuen Angebote einem sogenannten Drei-Stufen-Test unterziehen, der den gesellschaftlichen Nutzen und die Auswirkungen auf den Medienmarkt untersucht. Verpflichtend wird der Test mit dem Inkrafttreten des 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrags, voraussichtlich im Mai dieses Jahres.
Zwei weitere geplante Angebote des Kika durchlaufen den Drei-Stufen-Test zurzeit freiwillig: Zum einen eine Mediathek mit dem Namen KikaPlus und das Vorschulangebot Kikaninchen.de. Auch diese Angebote sollten nach Meinung des VPRT durch den Test gestoppt werden. dh
Kommentare
Nachrichten
User-Empfehlungen
TV-Quoten
Die meistgesehenen Sendungen vom 24.05.2012
Bestellen Sie jetzt kostenlos den HORIZONT.NET Newsflash und erhalten Sie jeden Morgen die TV-Quoten.
Zu den Top 20 TV-Quoten
Leserfavoriten
HORIZONTJobs
News-Archiv
facebook
|
HORIZONT.NET auf Facebook
|
Marktdaten







