11.05.2009
VPRT scheitert mit Beschwerde gegen Kooperation zwischen WDR und WAZ
Der Privatsenderverband VPRT ist mit einem Vorstoß gegen die Kooperation zwischen dem WDR und der WAZ-Mediengruppe gescheitert. In einem Schreiben an den Verband, aus dem der "Spiegel" zitiert, erklärt der nordrhein-westfälische Medienminister Andreas Krautscheid, er sehe "im Rahmen der aufsichtsrechtlichen Zuständigkeit in der untersuchten Kooperation keinen Rechtverstoß". Nach seiner Erkenntnis liefere der WDR der WAZ Videomaterial zu "marktüblichen Konditionen".
Der VPRT selbst räumt ein, dass die Rechtsaufsicht "zunächst keinen Verstoß" festgestellt habe; allerdings gebe der "Spiegel" den Sachverhalt verkürzt wieder. Die Staatskanzlei habe sich vor allem mit dem Außenverhältnis der Kooperation zwischen WDR und WAZ beschäftigt. Der Verband kristisiert aber vor allem die mangelnde Transparenz im Innenverhältnis zwischen dem WDR und seiner Vermarktungstochter WDR Mediagroup. Hier befürchte man "unzulässige Quersubventionen". Zudem würden mit dem Inkrafttreten des 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrags am 1. Juni neue Transparenzbestimmungen in Kraft treten. Medienminister Krautscheid habe angekündigt, deren Einhaltung weiter zu beobachten. dh
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