Kritik
29.06.2010
VPRT-Präsident Doetz fordert Nachbesserung der Drei-Stufen-Tests
VPRT-Präsident Jürgen Doetz übte heute im Rahmen des Medienforums NRW in Köln deutliche Kritik an der Umsetzung der Drei-Stufen-Tests der öffentlich-rechtlichen Sender. "Auch wenn Ernsthaftigkeit und guter Wille der Gremien bei der Durchführung der Tests klar zu erkennen sind, zeigt das Resultat neben ein wenig Licht leider auch viel Schatten. Die Ergebnisse bleiben insgesamt deutlich hinter den Erwartungen zurück", so Doetz.
Er verweist auf Defizite bei den Angebots- und Kostenbeschreibungen und eine fehlende eigenständige Prüfung von Mediatheken und Themenportalen. Außerdem hätte im Drei-Stufen-Test das Bewertungskriterium des gesellschaftlichen Mehrwerts zu Gunsten der Öffentlich-Rechtlichen ein höheres Gewicht als die Marktauswirkungen.
- Definition verbindlicher Schwellenwerte nicht nur für die Kosten, sondern auch für die Nutzung, technische Veränderungen und bestimmte Inhalte, beispielweise aus dem Unterhaltungsbereich
-Gewährleistung eines konkreten und inhaltlichen Sendebezugs insbesondere für Spiele und aufwändige Multimediaspecials
- Einschränkung der Verweildauern und Rückführung auf die staatsvertraglichen Vorgaben
- Konkretisierung, Beschränkung und Transparenz der Finanzierung
- Berücksichtigung der gesetzlichen Auswertungsverbote und keine unzulässige Ausschnittverwertung bestimmter Sendungsbestandteile etwa im Bereich des Sports. bn
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