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28.08.2009

VDZ-Kongress: Abo-Marketing wird anspruchsvoller und interaktiver


In Zeiten sinkender Werbeeinnahmen und eines veränderten Nutzerverhaltens wird das Direktmarketing zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor für Medienhäuser - da waren sich alle Experten auf dem 1. Dialogmarketing-Tag des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) einig. Der Kongress fand am Donnerstag dieser Woche in Hamburg mit mehr als 170 Teilnehmern statt und soll künftig jährlich veranstaltet werden.
 
Die Verlage reagieren mit der Optimierung des Dialogmarketings auf die veränderten Marktbedingungen: Die Ansprache der Kunden wird direkter, sie wird spezifischer, und sie orientiert sich stärker als bisher an den konkreten Bedürfnissen der Mediennutzer. So demonstrierte Mark Specht, Geschäftsführer Burda Direct Interactive, die vielfältigen Möglichkeiten der Kundenpflege und der Erlösgenerierung durch Verlagswebsites - vom Adress- und Bestandskunden-Marketing übers Newsletter-Management bis hin zur Monetarisierung der Kundenbeziehung durch Shopping-Angebote. Specht: „Die Chance liegt in der Addition aller - für sich genommen kleineren - Erlösströme."
Dennoch forderte Manfred Braun, Leiter des Unternehmensbereichs Zeitschriften bei der WAZ-Gruppe, von den Magazinhäusern verstärkte Anstrengungen im Vertriebsmarketing: „Die Verlage dürfen ihre Kunden, ihre Leser nach Kauf oder Lieferung der Zeitschrift nicht sich selbst überlassen und dann lediglich hoffen, dass diese der Zeitschrift treu bleiben." Braun appellierte an die Branche: „Wir brauchen den ständigen, intelligenten, nicht störenden und rechtlich sauberen Dialog mit dem Leser." rp
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Leser-Kommentare zu diesem Artikel (1)
ralf, mediaclinique sagte am 28.08.2009 um 13:48

Taten, nicht Worte!

?Wir brauchen den ständigen, intelligenten, nicht störenden und rechtlich sauberen Dialog mit dem Leser." Dann sollten die Herren Verleger mal am Telephon beginnen. Erstens, einem nichts vorzugaukeln (G&J, Lotto), zweitens, nachzuhaken, wenn jemand das Abo kündigt (Horizont, w&v, etc.), drittens, einen nicht zu belügen, daß man sich nochmal mit einem besseren Angebot meldet (Spiegel, manager-magazin, HBM), viertens, einen nicht 3 Monate hinter einer verschlampten Abo-Kündigung hinterhertelephonieren lassen (RP meines Vaters). Dann klappt es auch mit dem Leser.

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