Printmarkt
04.11.2009
VDZ-Herbstumfrage: Umsatz sinkt 2009 um 9,4 Prozent / Für 2010 Stagnation erwartet
Über zwei Drittel (69 Prozent) der vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) befragten Mitglieder rechnen in diesem Jahr damit, dass ihr Ertrag schlechter als 2008 sein wird. Der Verband geht von einem Umsatzrückgang von 9,4 Prozent auf rund 6,86 Milliarden Euro aus. 2010 soll der Branchenumsatz zwar stagnieren (Prognose: plus 0,1 Prozent), aber der Personalabbau wird weiter voranschreiten (minus 3,7 Prozent).
Was die Erträge für 2010 betrifft, so sind die Erwartungen zwar positiver, doch immer noch ein knappes Drittel rechnet mit einer Verschlechterung. "Eine schnelle Rückkehr zu dem Umsatzniveau der vergangenen Jahre scheint unrealistisch", sagt VDZ-Geschäftsführer Wolfgang Fürstner bei der Präsentation der Herbstumfrage in Berlin.
Auf der Agenda steht die Unterstützung der Koalition beim Versuch, ein fehlendes Leistungsschutzrecht für Printverleger zu etablieren. Außerdem soll der reduzierte Mehrwertsteuersatz von Zeitungen und Zeitschriften auch auf die Online-Medien übertragen werden. "Die intensiven und zum Teil existenziellen Herausforderungen werden nur dann von den Verlagen gemeistert werden können, wenn die Politik für sie kämpft und nicht gegen sie", so der VDZ-Chef.Wolfgang Fürstner: Die intensiven und zum Teil existenziellen Herausforderungen werden nur dann von den Verlagen gemeistert werden können, wenn die Politik für sie kämpft und nicht gegen sie
Eine weitere Initiative des Verbands betrifft den Vertrieb. Hier arbeitet der VDZ mit den Grossisten eng bei einer Qualitäts-Offensive zusammenen. Ergebnis: Durch Modernisierungsmaßnahmen im Pressefachhandel konnten die Umsätze gesteigert werden. Trotz der allgemein rückläufigen Umsatzentwicklung von rund 1,7 Prozent konnten jene Presse-Geschäfte, die an der Qualitätsoffensive beteiligt waren, ein Plus von durchschnittlich 5,9 Prozent erzielen. se
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