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von Silja Elfers,
freie Autorin HORIZONT

VDZ-Herbstumfrage: Umsatz sinkt 2009 um 9,4 Prozent / Für 2010 Stagnation erwartet


Sieht altes Umsatzniveau in weiter Ferne: VDZ-Geschäftsführer Wolfgang Fürstner 

Sieht altes Umsatzniveau in weiter Ferne: VDZ-Geschäftsführer Wolfgang Fürstner

Über zwei Drittel (69 Prozent) der vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) befragten Mitglieder rechnen in diesem Jahr damit, dass ihr Ertrag schlechter als 2008 sein wird. Der Verband geht von einem Umsatzrückgang von 9,4 Prozent auf rund 6,86 Milliarden Euro aus. 2010 soll der Branchenumsatz zwar stagnieren (Prognose: plus 0,1 Prozent), aber der Personalabbau wird weiter voranschreiten (minus 3,7 Prozent).

 
Was die Erträge für 2010 betrifft, so sind die Erwartungen zwar positiver, doch immer noch ein knappes Drittel rechnet mit einer Verschlechterung. "Eine schnelle Rückkehr zu dem Umsatzniveau der vergangenen Jahre scheint unrealistisch", sagt VDZ-Geschäftsführer Wolfgang Fürstner bei der Präsentation der Herbstumfrage in Berlin.
Wie ist der mittelfristige Ausblick der Verlage bis zum Jahr 2012? "Der Umsatzanteil in den klassischen Erlösquellen wird als weiter rückläufig bewertet. Das betrifft die Anzeigen erheblich stärker als den Vertrieb", sagt Fürstner. Wachstum versprechen sich die Befragten vor allem im digitalen und mobilen Bereich. "Und zwar durchaus in Größenordnungen bis 2012, die die Verluste zumindest zum Teil kompensieren können", so Fürstner weiter. In den ohnehin schwierigen Zeiten können Verlage keine zusätzlichen Erschwernisse gebrauchen. Daher strebt der Verband ein Entgegenkommen der Politik an.
 

Wolfgang Fürstner: Die intensiven und zum Teil existenziellen Herausforderungen werden nur dann von den Verlagen gemeistert werden können, wenn die Politik für sie kämpft und nicht gegen sie

Auf der Agenda steht die Unterstützung der Koalition beim Versuch, ein fehlendes Leistungsschutzrecht für Printverleger zu etablieren. Außerdem soll der reduzierte Mehrwertsteuersatz von Zeitungen und Zeitschriften auch auf die Online-Medien übertragen werden. "Die intensiven und zum Teil existenziellen Herausforderungen werden nur dann von den Verlagen gemeistert werden können, wenn die Politik für sie kämpft und nicht gegen sie", so der VDZ-Chef.
 
Eine weitere Initiative des Verbands betrifft den Vertrieb. Hier arbeitet der VDZ mit den Grossisten eng bei einer Qualitäts-Offensive zusammenen. Ergebnis: Durch Modernisierungsmaßnahmen im Pressefachhandel konnten die Umsätze gesteigert werden. Trotz der allgemein rückläufigen Umsatzentwicklung von rund 1,7 Prozent konnten jene Presse-Geschäfte, die an der Qualitätsoffensive beteiligt waren, ein Plus von durchschnittlich 5,9 Prozent erzielen. se
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