G+J-Bilanz II
20.03.2008
Update G+J: Familie Jahr möchte Anteil aufstocken / 3,5 Milliarden Euro Umsatz bis 2010
Das Verlagshaus Gruner + Jahr hält an seinem bereits vor Jahren geäußerten Erlösziel für 2010 fest: In nunmehr nur noch zwei Jahren möchte G+J einen Umsatz in Höhe von 3,5 Milliarden Euro erzielen. Dies bekräftigte Vorstandschef Bernd Kundrun am Rande der Bilanzpressekonferenz gegenüber HORIZONT.
Im vergangenen Jahr lag G+J bei 2,83 Milliarden Euro (2006: 2,86 Milliarden Euro); 2008 erwarten die Hamburger wieder ein Umsatz- und Ergebniswachstum. Das ehrgeizige Ziel für 2010 könne nur mit größeren Akquisitionen erreicht werden, räumte Kundrun ein. Damit wolle man indes warten, bis sich die Finanzmärkte wieder beruhigt und die vielfach zu beobachtenden Spekulationsblasen für Internetakquisitionen geplatzt seien. „Wir steigen nur zu vernünftigen Konditionen ein“, so Kundrun.
Für ein Vorstandsmitglied, Angelika Jahr-Stilcken, war es die letzte Pressekonferenz in dieser Funktion. Sie wechselt im April in den G+J-Aufsichtsrat und vertritt dort mit die Gesellschafterinteressen der Familie Jahr, die 25,1 Prozent am Großverlag hält. Sie dementierte erneut die alle paar Jahre aufkommende Spekulation, die Familie wolle sich vom Verlag trennen – und deutete im Gegenteil an, den Anteil im Zweifel eher aufzustocken: „Wir stehen fest zu G+J. Und anstatt zu verkaufen, würden wir lieber noch ein bisschen was dazukaufen.“ Die Mehrheitsanteile (74,9 Prozent) an G+J hält der Medienkonzern Bertelsmann, dem ebenso immer mal wieder Verkaufsabsichten nachgesagt werden. Dies hat Bertelsmann zuletzt am Dienstag dieser Woche dementiert. rp
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