29.08.2008
Produktoffensive
Telekom kurbelt IPTV mit Gratisangeboten an
Die Deutsche Telekom will die schleppende Nachfrage nach ihrem IPTV-Angebot Entertain mit einer umfangreichen Produktoffensive ankurbeln. Ab September können DSL-Kunden das TV-Angebot für zwei Monate kostenlos ausprobieren. Danach können sie das Paket für 10 Euro zusätzlich im Monat weiternutzen.
"Wir wollen IPTV als neuen Standard im Massenmarkt etablieren", kündigte Christian P. Illek, Bereichsvorstand T-Home Marketing in Berlin an. Bis Ende 2008 will die Telekom 500.000 Kunden für seine Entertain-Pakete gewinnen. Angesichts der vergleichsweise hohen Preise hinken die Zahlen den hohen Erwartungen bislang aber hinterher. Konkurrent Hansenet hat ebenfalls angekündigt, sein IPTV-Angenbot für eigene Kunden umsonst freizuschalten.
Auch neue Inhalte sollen die Attraktivität des DSL-Fernsehens weiter steigern. Durch eine Kooperation mit der Pro Sieben Sat 1 Group wird das On-Demand-Archiv weiter ausgebaut. Insgesamt haben Kunden damit kostenlosen Zugriff auf rund 2000 Titel. Ab November werden die Entertain-Paktete zusätzlich um 2500 Radiosender erweitert.
Dazu kommen verschiedene Pay-TV-Pakete, die flexibel dazugebucht werden können. Insgesamt können bis zu 35 Sender zusätzlich geordert werden. Die Pakete kosten 2,99 Euro im Monat, die Laufzeit beträgt einen Monat.
Zusätzlichen Schub für die Entertain-Pakete erhofft sich die Telekom durch die Fußball-Bundesliga. Bestandskunden können die Hinrunde umsonst sehen. Danach werden 9,99 Euro pro Monat fällig. Die Telekom bezahlt für die Internet-Übertragungsrechte 40 Millionen Euro pro Saison an die Deutsche Fußball Liga.
Durch eine Kooperation mit den Warner Studios sind künftig auch Spielfilme zeitgleich zum DVD-Start von zu Hause aus abrufbar. dh
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WAZ und SZ sind erst der Anfang, die Krise der Medien bedroht die Zeitungslandschaft. Das Krisenmanagement der Bundesregierung ist nun gefragt. Nach Banken und Autokonzernen muss nun ein Schutzschirm für die Medien her. Der HORIZONT-Blog nennt in einer Glosse Szenarien für die Rettungspakete.
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HORIZONT 47/2008 vom 20.11.2008
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