03.09.2009
Tamedia entgeht knapp den roten Zahlen
Das Schweizer Medienhaus Tamedia muss im 1. Halbjahr 2009 starke Verluste hinnehmen. Aufgrund der Wirtschaftskrise muss das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 462,8 auf 389 Millionen Schweizer Franken (minus 15,9 Prozent) verzeichnen. Das Ergebnis stürzt ab auf auf 800.000 Franken. Im Vorjahreszeitraum hatte Tamedia noch knapp 60 Millionen Gewinn gemacht. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) sank um 76,6 Prozent von 88,2 auf 20,6 Millionen.
Der Rückgang der Werbeinvestitionen hat sich nach Angaben des Unternehmens weiter verschärft. Die Stellenanzeigen in Tageszeitungen brachen gemäß Inseratestatistik des Schweizer Medienforschungsunternehmen Wemf um 47,4 Prozent ein. Aufgrund der konjunkturellen Aussichten rechnet Tamedia bis Ende 2010 weiter mit rückläufigen Werbeumsätzen. Mit den angekündigten Kostensenkungs- sowie Synergieeffekten soll jedoch ab 2010 eine spürbare Ergebnisverbesserung erreicht werden. Starke Einbußen mussten die Geschäftsfelder Services, Zeitschriften und Zeitungen, insbesondere Sonntagszeitungen, hinnehmen. Der Umsatz der elektronische Medien stieg dagegen um 8,2 Prozent auf 42,0 Mio. Schweizer Franken.
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