TV-Panel: AGF und GfK haben Probleme bei Währungsumstellung
Ab dem heutigen 1. Juli greift die angekündigte Währungsumstellung der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF). Quoten und Reichweiten des AGF-GfK-Fernsehpanels weisen nun auch die zeitversetzte Nutzung via Festplatten- und DVD-Recorder aus sowie die Nutzung von bis zu 16 Gästen. Bei der Umstellung scheint es jedoch Probleme zu geben.
Seit einigen Tagen treffen die Quoten zeitverzögert ein, am Dienstag gar nicht. Ursache dafür sind wohl Probleme beim Abruf der Messgeräte. Die Gfk versucht diese nun auf Hochtouren zu lösen. Parallel zur Umstellung der neuen Messtechnik haben AGF und GfK auch eine neue Messsoftware eingeführt.
Mit Problemen bei der Umstellung hatte die AGF im Vorfeld nicht gerechnet. Die Vertreter von Mediaagenturen und Werbungtreibenden in der AGF, Uwe Becker (OWM) und Axel Pichutta (OMG), waren dagegen skeptisch: "Wir sind alle gebrannte Kinder. Auch in Unternehmen gibt es immer wieder Umstellungen von Hard- und Software. Insofern können wir erst aufatmen, wenn man nach ein bis zwei Wochen sieht, das alles funktioniert", so Becker im HORIZONT-Round-Table-Gespräch Ende Juni.
Das 5640 Haushalte umfasssende Panel wird bis Jahresende komplett mit der neuen Messtechnik ausgerüstet. Im ersten Schritt waren vor allem die Haushalte dran, die bereits über einen DVD- oder Festplattenrecorder verfügen. In den Quoten wird sich die Währungsumstellung daher nur langsam niederschlagen. Zugewinne erwarten die AGF-Experten bei seriellen Formaten und Großereignissen wie Fußball-Weltmeisterschaften. pap
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