13.02.2006
Studie: Special Interest-Zeitschriften nicht nur was für Freaks
44 Prozent aller Deutschen lesen Special-Interest-Zeitschriften, 17 Prozent nutzen einen oder mehrere Titel sogar regelmäßig. Das ergibt eine aktuelle Studie der TNS Emnid Mediaforschung, für die im Oktober/November die Mediennutzung von rund 1400 Menschen untersucht wurde.
Dabei sind Männer wissensdurstiger als Frauen. 49 Prozent der Männer nutzen monothematische Zeitschriften für ihr Hobby, jedoch nur 40 Prozent der Frauen. Männer nutzen Special Interest-Zeitschriften auch intensiver: 36 Prozent geben eine regelmäßige bis gelegentliche Nutzung an. Bei den Frauen beträgt dieser Anteil nur 29 Prozent. Bei den jüngeren Befragten im Alter von 14 bis 29 Jahren ist die Nutzung von Special Interest-Titeln mit 53 Prozent stärker verbreitet als mit 42 Prozent bei den über 30-Jährigen.
Für 58 Prozent der Leser von Special Interest-Zeitschriften sind die im Heft enthaltenen Anregungen und praktischen Tipps die am häufigsten genannte Gründe, einen monothematischen Titel zu lesen.
Interessante Produktanzeigen im Heft werden von einem Viertel der Nutzer (26 Prozent) positiv wahrgenommen - und deutlich häufiger von Männern (31 Prozent) als von Frauen (22 Prozent), häufiger auch von regelmäßigen Nutzern (34 Prozent) als von gelegentlichen oder seltenen Lesern (26 beziehungsweise 17 Prozent). "Eine wichtige Information für die Anzeigenkunden, die in einem thematisch definierten Umfeld gezielt ihr Kundenpotenzial ansprechen können. Die Anzeige wird hier als interessant wahrgenommen und hat gerade bei den regelmäßigen Nutzern gute Awareness-Chancen", erklärt Claudia Knoblauch, Studienleiterin bei der TNS Emnid Mediaforschung. Zusammengefasst, so Knoblauch, spielten Special Interest-Titel eine wichtige Größe in der deutschen Zeitschriftenlandschaft. "Und: Sie erreichen weit mehr, als nur die Freaks." nr
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WAZ und SZ sind erst der Anfang, die Krise der Medien bedroht die Zeitungslandschaft. Das Krisenmanagement der Bundesregierung ist nun gefragt. Nach Banken und Autokonzernen muss nun ein Schutzschirm für die Medien her. Der HORIZONT-Blog nennt in einer Glosse Szenarien für die Rettungspakete.
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HORIZONT 47/2008 vom 20.11.2008
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