Streit um Verkauf des Süddeutschen Verlags spitzt sich zu
Im Streit um den Verkauf des Süddeutschen Verlags (SV) wird der Ton zwischen den Altgesellschaftern und der Südwestdeutschen Medien Holding (SWMH) schärfer. Die SWMH will einen Verkauf an Dritte zur Not mit juristischen Mitteln verhindern. Die SWMH habe "die definitive Absicht, das Vorkaufsrecht auszuüben", zitiert die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf informierte Kreise. Ein Rechtsstreit könne "den Verkaufsprozess extrem in die Länge ziehen".
Bereits seit Monaten schwelt ein Konflikt zwischen den Schwaben, die bereits 18,75 Prozent der Anteile an dem Münchner Verlag halten, und den Eigentümerfamilien des SV, denen gemeinsam 62,5 Prozent an dem Zeitungshaus gehören. Bislang scheiterte der Verkauf an die SWMH an unterschiedlichen Preisvorstellungen. Die vier Eignerfamilien taxieren den Wert des Süddeutschen Verlags auf rund 1,2 Milliarden Euro und suchen nach einem externen Käufer. Als mögliche Interessenten gelten die Verlage Georg von Holtzbrinck, die WAZ-Gruppe und DuMont Schauberg sowie mehrere Finanzinvestoren. dh
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