Rechtsstreit
27.11.2008
Streit um Urheberrechte: Pro Sieben Sat 1 will Verlagen die Nutzung von Programminhalten verbieten
Der Streit zwischen Verlagen und TV-Sendern um die Nutzung von Programminhalten eskaliert. Mit einem einzigen Schreiben hat sich Pro-Sieben-Sat-1-Media-Vorstand Marcus Englert die halbe Printbranche zum Feind gemacht: Zum 15. Februar 2009 untersagt er nahezu allen Zeitschriften- und Zeitungsverlagen die Nutzung des von der Gruppe bislang unentgeltlich bereitgestellten Text- und Bildmaterials, mit denen gewöhnlich das Programm promotet wird.
Pro Sieben Sat 1 Media kündigt „hiermit sämtliche Vereinbarungen, gleich welcher Art und Grundlage, die die Nutzung des Text-, Bild-, Bewegtbild- und Audiomaterials der Pro Sieben Sat Media AG sowie ihrer Sendeunternehmen betreffen. Eine Printnutzung scheidet damit aus“, so Englert in dem Schreiben vom 14. November, das HORIZONT vorliegt.
Jetzt liegt der Internet-EPG-Streit vor dem Kadi. Das Landgericht Köln verhandelt den Fall, in dem der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) die vier Mitglieder Axel Springer („TV Digital“, „Hörzu“), Bauer („TV Movie“, „Auf einen Blick“), Hubert Burdas Milchstrasse („TV Spielfilm“) und die WAZ-Zeitschriften („Gong“) vertritt. Vergangene Woche war die Anhörung. pap
Mehr zum Thema steht in Ausgabe 48 von HORIZONT vom 27. November.
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