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Springer bekommt Kosten der Digitalisierung und Printkrise zu spren


von Katrin Lang,
Redakteurin Medien

Der Verlag Axel Springer treibt seine digitale Transformation weiter voran

Der Verlag Axel Springer treibt seine digitale Transformation weiter voran


Diesmal spart sogar Mathias Dpfner mit Superlativen: Fr das 1. Quartal 2013 vermeldet der Verlag Axel Springer zwar einen Umsatzanstieg um 1,8 Prozent auf 803,6 Millionen Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) fiel dagegen um 3 Prozent auf 132,4 Millionen Euro. Schuld daran sind in Berlin zum einen die verstrkten Investitionen in die Digitalisierung, zum anderen Print: Im Vergleich zum Vorjahresquartal steht hier vor allen Bereichen ein dickes Minus. Der Konzernberschuss liegt mit einem Plus von 5,6 Prozent bei 72,3 Millionen Euro.
 
Mit einem Plus von 20,9 Prozent untermauern die digitalen Medien weltweit ihre strategische Bedeutung fr den Konzern. Erneut liefert das Segment, unter dem Springer die Sulen Digitale Medien & Journalistische Portale (u.a. Bild.de, Welt Online), Performance Marketing (Zanox) und Digital Classifieds (Rubrikenportale wie Immonet und Stepstone) zusammenfasst, mit weltweiten Erlsen von 318,2 Millionen Euro den hchsten Beitrag zum Gesamtumsatz. Wesentlich fr die positive Entwicklung des Segments waren laut Konzern die Werbeerlse, die um 27,1 Prozent zulegten und in den ersten drei Monaten des Jahres 276 Millionen Euro betrugen.
Wenig verwunderlich deshalb die Ankndigung von Vorstandsvorsitzendem Dpfner: "Wir arbeiten in smtlichen Konzernbereichen mit Hochdruck an der Weiterentwicklumg zum fhrenden digitalen Medienunternehmen." Das Wachstum des Digitalbereichs habe den erwarteten Umsatzrckgang bei den Printmedien sogar berkompensiert. Schmerzen drfte dieser dennoch: Im einst so starken Segment Zeitungen national, das mit dem Zugpferd "Bild" an der Spitze bisher das Geschft Springers bestimmte, hlt der Abwrtstrend an, der Umsatz verringerte sich hier um 9,7 Prozent auf 249,3 Millionen Euro (I/2012: 275,9 Millionen), die Vertriebserlse sanken um 7,8 Prozent, die Werbeerlse um 12,3 Prozent. Fr den Rckgang des EBITDA von 64,6 Millionen auf 49,2 Millionen Euro macht Springer neben der geringeren Erlse auch hhere Restrukturierungsaufwendungen verantwortlich.
 
Im Bereich Zeitschriften national liegt der Umsatz im 1. Quartal 2013 mit rund 112 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 115,5 Millionen. berwiegend rcklufige Auflagenzahlen fhrten zu einem Rckgang der Vertriebserlse um 2,5 Prozent, die Werbeerlse lagen um 6,4 Prozent unter Vorjahr. Das EBITDA des Segments liegt bei 21,9 Millionen Euro (I/2012: 24,4 Millionen). Auch die Entwicklung der internationalen Printmedien leidet Springer zufolge unter den anhaltend schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. So ging der Segmentumsatz um 8,1 Prozent auf 96,1 Millionen Euro zurck, bereinigt um Whrungseffekte beluft sich der Rckgang um 7,4 Prozent. Die Vertriebserlse lagen um 5,1 Prozent, bereinigt um 4,5 Prozent, unter dem Wert des Vorjahresquartals, die Werbeerlse gingen um 20,7 Prozent zurck.
 
Fr das laufende Geschftsjahr bleibt der Springer-Vorstand dennoch optimistisch - zumindest fr die digitalen Medien. Hier sei sowohl mit organischem Wachstum als auch zustzlichen Akquisitionseffekten zu rechnen. Die Erlse im inlndischen und im internationalen Printgeschft werden voraussichtlich weiter zurckgehen. kl

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