Staatshilfe
02.03.2009
Springer-Chef Döpfner wettert gegen Subventionen
Axel Springers Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner spricht sich vehement gegen einen staatlichen Rettungsschirm für die Presse aus. "Selbst ein bankrottes Medienunternehmen ist besser als ein staatlich finanziertes und gelenktes", sagt Döpfner im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Spiegel".
Die Trennung von Staat und Presse sei eine Grundlage der demokratischen Verfassung in Deutschland und dürfe nicht durch Subventionen gefährdet werden. Döpfner schließt jedoch nicht aus, dass das ein oder andere Unternehmen von der Regierung Staatshilfe fordern wird. "Das wäre ein rabenschwarzer Tag für die Pressefreiheit in diesem Land und ein wahrer Tabubruch", so Döpfner. "Solche willkürlichen Subventionen halte ich in den meisten bisherigen Fällen für ordnungspolitischen Wahnsinn - den Staatseinsteig bei der Commerzbank inklusive."
Axel Springer selbst will schon in zehn Jahren die Häflte von Umsatz und Gewinn im Netz verdienen und setzt dazu seit Jahren auf eine konsequente Digitalisierungsstrategie. In der aktuellen Phase kann Döpfner sich vorstellen, dass Springer das Onlineportfolio weiter aufstockt. "Wir haben kaum Schulden und ein hohes Ergebnis. Das versetzt uns in die Lage von den niedrigen Unternehmensbewertungen zu profitieren", sagt er. pap
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