01.02.2006
"Spiegel"-Chef fordert Mitarbeiterbeteiligung an TV-Tochter
"Spiegel"-Chefredakteur Stefan Aust fordert die Gesellschafter des Verlags indirekt dazu auf, die Mitarbeiter von Spiegel-TV am Fernsehunternehmen zu beteiligen und damit ein ähnliches Modell zu installieren wie beim Verlag. Dieser - und damit auch die TV-Tochter - gehört zur Hälfte den Mitarbeitern, aber eben nur den Printkollegen. "Das halte ich für ungerecht und auch wenig produktiv", sagt Aust gegenüber
In seinem ersten Interview nach Antritt seiner dritten Amtszeit als Chefredakteur zieht Aust zugleich eine Bilanz der internen "Spiegel"-Querelen Ende 2005: "Die Debatte hat allen Beteiligten außerordentlich geschadet, vor allem dem ,Spiegel$1, so Aust: "Manche Leute haben mit begeisterter Verantwortungslosigkeit versucht, eine vorgezogene Nachfolgedebatte zu inszenieren, um auszuloten, inwieweit sie Einfluss nehmen können."
Dass die "Wirtschaftswoche" ab März auch montags erscheint, tangiere den "Spiegel" nicht. "Wir orientieren uns nicht daran, was montags sonst noch am Kiosk liegt, sondern betrachten alle Printmedien als Wettbewerber", besonders die überregionalen Tageszeitungen. Gleichwohl sieht Aust beim eigenen Blatt die Auflagen-Flughöhe (IVW 4/2005: 1, 04 Millionen Stück) erreicht: "Mehr können wir, glaube ich, in einem Land mit 80 Millionen Einwohnern dauerhaft kaum erreichen". rp
Das Interview mit "Spiegel"-Chefredakteur Stefan Aust lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 5/2005, die am Donnerstag dieser Woche erscheint.
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