Umfrage
07.01.2010
So wird 2010: Was Entscheider aus Medien, Agenturen und Unternehmen fürs laufende Jahr erwarten
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07.01.2010
Die Interviews, in denen unter anderem auf die Entwicklung von Werbebudgets- und Preisen, die Rolle von Media- und Digitalagenturen, die Brutto-Netto-Schere, die Entwicklung der Konsumnachfrage und das Pitchfieber eingegangen wird, lesen Sie auf den folgenden Seiten. An der Umfrage teilgenommen haben: Waltraut von Mengden (MVG Medienverlagsgesellschaft), Stan Sugarman (Gruner + Jahr), Andreas Schoo (Bauer Media), Andreas Formen (FAZ), Andreas Schilling (Burda Community Network), Sönke Reimers (Frankfurter Rundschau), André Schloemer (O2), Ingo Kahnt (Toyota), Andreas Peters (Maggi), Christian-André Weinberger (Henkel), Nicole Prüsse (VivaKi / ZenithOptimedia), Mathias Glatter (Initiative), Jens-Uwe Steffens (pilot media), Thomas Koch (Crossmedia), Andreas Bölte (Aegis Media), Andreas Gahlert (Neue Digitale), Michael Frank (Plan.net).
Waltraut von Mengden, MVG Medienverlagsgesellschaft
1. Wird der Werbemarkt weiter rückläufig sein? Wie lautet Ihre Prognose für den Markt insgesamt, für Print, für Ihr Unternehmen? Wir leben generell in einer Zeit des Wandels mit tiefgreifenden Veränderungen in allen Bereichen. Dies spüren insbesondere die Medien und ganz besonders Print, unterschiedlich nach Segmenten; denn die werbungtreibende Industrie fokussiert sich zur Zeit etwas auf das Internet und erfreut sich ganz besonders an den neuen Möglichkeiten wie unter anderem Apps und Social Media, die das Internet bietet, so dass ein Teil des Werbebudgets für Online mittlerweile fester Bestandteil im Mediaplan geworden ist. Mit diesen Herausforderungen muss sich Print wieder neu profilieren, so dass ich glaube, dass sich die Werbeausgaben für Print auf dem Niveau von 2009 bewegen werden.
2. 2009 öffnete sich die Brutto-Netto-Schere deutlich. Wird sich diese Entwicklung weiter fortsetzen? Wie stark werden die Preise 2010 unter Druck geraten?
Aufgrund der großen Veränderungen und des sehr großen Medienangebotes ist der Markt sehr preisaggressiv geworden. Wir haben deshalb gelernt, unseren Kunden attraktive Kooperationspakete anzubieten, die ihnen zusätzliche Leistungen und zusätzliche Präsenzmöglichkeiten und Interaktionen bieten und damit so begehrenswert sind, dass der Kunde auch weiterhin bereit ist, einen angemessenen Preis zu bezahlen.
3. Welche Entwicklungen erwarten Sie in der Verlagsbranche? Wird man weitere Sparprogramme sehen, wird es zu Allianzen und Kooperationen zwischen den Verlagen kommen, rechnen Sie mit weiteren Einstellungen von Titeln?
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Eine ausführliche Analyse zu den Interviews lesen Sie in der aktuellen HORIZONT-Ausgabe vom 7. Januar
Insgesamt freuen wir uns sehr auf ein erfolgreiches Jahr 2010, denn wir sind bereits in 2009 mit unseren starken Marken Cosmopolitan, Joy und Shape gut durch das Jahr gekommen, wir haben Marktanteile sowohl im Vertrieb wie auch im Anzeigenmarkt gewinnen können, die Akzeptanz unserer Marken gegenüber ist sowohl von den Leserinnen wie auch von den Werbepartner sehr hoch, unser gesamtes Verlagsteam ist in einem top Zustand und es scheint uns gelungen zu sein, die unterschiedlichen Funktionen von Print und Online so herauszuarbeiten, dass die Begehrlichkeit für Print weiter sehr hoch ist.
4. Wie beurteilen Sie die Rolle der Mediaagenturen in Deutschland? Sind sie inzwischen zu mächtig? Wie beurteilen Sie, dass Mediaagenturen inzwischen weitgehend als eigenständige Wirtschaftsstufe anerkannt werden? Rechnen Sie damit, dass Trading- und Händlermodelle, wie man sie aus dem Internet kennt, auch bei Print an Bedeutung gewinnen?
Wir arbeiten mit den Mediaagenturen sehr gut zusammen und sehen sie als unsere Partner. Natürlich ist es immer notwendig, sich selbst und die eigenen Leistungen so attraktiv wie möglich zu gestalten, um im Fokus zu stehen und ein gutes Geschäft zu machen. Hier haben wir eine gute Basis und freuen uns auf weiterhin gute erfolgreiche Zusammenarbeit.
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