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von Marco Saal,
Ressortleiter HORIZONT.NET

Sky vor Ausstieg aus der Formel 1 / Friedliche Koexistenz mit "Sportschau" möglich


Sky scheint sich mit der "Sportschau" anzufreunden

Sky scheint sich mit der "Sportschau" anzufreunden

Sky legt auf dem Weg in die Gewinnzone einen Gang zu. Der Münchner Pay-TV-Anbieter, der im 3. Quartal trotz fast 100.000 gewonnener Neukunden immer noch einen Verlust in Höhe von 18,6 Millionen Euro eingefahren hat, stellt offenbar die Berichterstattung zur Formel 1 auf den Prüfstand. Außerdem könnte Sky womöglich im Kampf um die Exklusivrechte zur Fußball-Bundesliga klein beigeben.
 
Wie Sky-Vorstandschef Brian Sullivan gegenüber der "FTD" ankündigt, prüft der Pay-TV-Anbieter bereits zum Jahresende den Ausstieg aus der Formel-1-Übertragung. "Die Formel 1 ist ein tolles Produkt, hat aber eine sehr starke Präsenz im Free-TV", begründet Sullivan die Überlegungen.
Sky-Vorstandschef Brian Sullivan 

Sky-Vorstandschef Brian Sullivan

Darüber hinaus scheint sich Sullivan eine friedliche Koexistenz mit dem ewigen Feindbild, der ARD-"Sportschau", vorstellen zu können. „Wir könnten mit einer Sportschau um 18.30 Uhr leben." Das ARD-Format sei für Sky "nicht der entscheidende Faktor", sagt Sullivan der "FTD" - und spielt damit unter anderem auf Liga Total, den Internet-Bundesligasender der Deutschen Telekom an. Hintergrund: Die Telekom hatte die Internet-Rechte seinerzeit für 20 bis 25 Millionen Euro pro Saison erworben - die knapp 1,5 Millionen Kunden des Telekom-Angebots Entertain können mit einem Liga-Total-Abo die Partien aber ganz normal über ihren Fernseher anschauen. Sky hatte für sein Rechtepaket deutlich mehr gezahlt. Zuletzt musste der Münchner Konzern pro Jahr etwa 275 Millionen Euro berappen.
 

Mehr Infos zu den Sportrechten

Weitere Hintergründe zum Thema Sportrechte finden Sie auch in unserem Online-Special zu den 17. Deutschen Sponsoringtagen. Zum Special

Jetzt scheint Sky bei der anstehenden Vergabe der TV-Rechte für die Bundesliga-Spielzeiten 2013 bis 2017 seinen Kampf gegen die "Sportschau" aufzugeben. Grund: Sollte die Zusammenfassung der Spiele im frei empfangbaren Fernsehen wegfallen, müsste Sky für seine Live-Rechte wohl noch deutlich mehr zahlen. Und dazu ist Sullivan vor dem Hintergrund des Profitabilitätsdrucks wohl nicht bereit. „Wir konzentrieren uns auf intelligente Investitionen“, so Sullivan. mas
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