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von Juliane Paperlein,
Ressortleiterin Medien

Sky-CEO Sullivan: "Ich gebe keine Prognosen mehr ab"


Sullivan läßt Preisstruktur unverändert 

Sullivan läßt Preisstruktur unverändert

Nach der Ankündigung des Haupteigentümers Rupert Murdoch, dem defizitären Pay-TV-Sender Sky Deutschland eine weitere Finanzspritze zu verabreichen, gibt sich CEO Brian Sullivan zuversichtlich. "Ich glaube, dass die 340 Millionen Euro aus heutiger Sicht reichen werden, damit wir die nachhaltige Profitabilität erreichen", sagt Sullivan im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung".
 
Wann Sky, das in seiner 20-jährigen Unternehmensgeschichte noch nie schwarze Zahlen geschrieben hat, den Break-Even errreichen könnte, dazu schweigt Sullivan jedoch. Im Sanierungsplan, den sein Vorgänger Mark Williams Ende 2008  vorgelegt hatte, war noch das 4. Quartal 2010 vorgesehen. Ende 2009 korrigierte Williams das Ziel auf das 1. Quartal 2011. Nun hat sein seit April amtierender Nachfolger Sullivan auch diesen Zeitplan kassiert. Für 2011 rechnet Sky aufgrund des langsamen Abonnentenwachstums nicht mehr mit einem operativen Gewinn. Ob das Unternehmen 2012 profitabel werden könnte, dazu sagt Sullivan nichts. "Ich habe vor allem gelernt, dass ich keine detaillierten Prognosen mehr abgeben werde. Und ich bin Realist", sagte er der "SZ". 
Sky sei mit dem Nettozuwachs von 6000 Abonnenten im 2. Quartal 2010 auf einem guten Weg. "Zum ersten Mal seit fünf Jahren haben wir in einem zweiten Quartal netto Kunden dazugewonnen", sagt Sullivan. Insgesamt zählt der Pay-TV-Anbieter damit 2,476 Millionen Abonnenten per 30. Juni. Um in die schwarzen Zahlen zu kommen, war bislang jedoch stets die Rede von 2,8 bis 3 Millionen Abonnenten. Davon ist Sky trotz der 100-Millionen-Euro schweren Werbekampagne aus 2009, die dieses Jahr fortgesetzt wird, immer noch weit entfernt.
 
Der Umsatz pro Abonnent (ARPU) steigt jedoch. Er liegt nun bei 28,20 Euro nach 25,20 Euro im 2. Quartal 2009. Sky versucht seit zwei Jahren Billigabonnements nicht zu verlängern und dafür margenstärkere Abonnenten zu gewinnen. An der aktuellen Preisstruktur will Sullivan weiter festhalten. Sie sieht vor, dass Abonnenten das Basispaket Sky Welt für 16,95 Euro monatlich abonnieren müssen, und darauf weitere Angebote wie Sky Bundesliga draufsatteln können. Das Modell hatte Williams im Juli 2009 eingeführt. "Das einzig Konstante in dieser Firma ist doch, dass dauernd die Preise verändert wurden. Deshalb werde ich die Preispolitik nicht wieder grundlegend ändern. Unsere Kunden verdienen Konsitenz", so Sullivan zur "SZ". pap
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