08.11.2007
TV-Vermarkter
Seven-One Media bessert Rabattmodell nach
Mehr Zeit, mehr Sicherheit, mehr Transparenz. Mit diesem Versprechen überarbeitet Seven-One Media sein gerade erst vorgelegtes Rabattmodell. Nach zum Teil heftigen Reaktionen der Marktpartner, die mangelnde Flexibilität und ein zu starres Korsett aus Funktionsrabatten monierten, bessern die Münchner nach.
Der wichtigste Punkt: Die Kunden haben einen Monat länger Zeit, um ihr Commitment für 2008 abzugeben und den damit verbunden Verbindlichkeitsrabatt zu nutzen. Wer bis Ende Dezember bucht (vorher Ende November) bekommt 5 Prozent Nachlass. Ende März gibt es noch ein Prozent Rabatt. Die Fixbuchung für 2008 wird zusätzlich über eine Brutto-TKP-Garantie abgesichert. Bei Pro Sieben und Sat 1 darf die Inflation maximal 4, bei Kabel 1 höchstens 7 Prozent betragen. Was darüber hinausgeht, will Seven-One über Naturalspots ausgleichen. Als Rabattform sind Freispots im neuen Modell nicht vorgesehen: Der Umrechnungsfaktor in Barrabatte, die allein Kunden zukommen, beträgt 0,7.
Um den Werbungtreibenden den Start ins neue Jahr zusätzlich schmackhaft zu machen, gibt es auf feste Buchungen für Januar und Februar pauschal 5 Prozent Rabatt. Seven-One-Geschäftsführer Michael Krautwald betont im Gespräch mit HORIZONT.NET, dass die Nachbesserungen keine Reaktion auf gedämpfte Investitionsfreude seien. Die Ersteinbuchung liege prozentual knapp zweistellig über dem Vorjahr.
Die Aussage überrascht, denn Mediamanager hatten Verschiebungen der Budgets zum Wettbewerber IP Deutschland angekündigt. Den Kölnern wird "mehr Flexibilität" attestiert. Auch die IP ist mit der Anbuchung "sehr zufrieden", wie Geschäftsführer Martin Krapf betont: "Wir liegen über Vorjahr".
Um mehr Transparenz zu vermitteln, macht Seven-One weitere Funktionsrabatte öffentlich, die bereits seit längerem im Markt kursieren. Zum Verbindlichkeits- und Durchbuchungsrabatt kommen ein Quartals- und ein Zeitschienenrabatt, zwei Auslastungsrabatte und ein Sponsoringnachlass. Monatlich werden "weitere Angebotspakete" folgen. GRP-Deals sollen helfen, Rabattverluste der Kunden auszugleichen. Ein Agenturchef bleibt skeptisch: "Durch die Nachbesserung steigt die Komplexität - statt weiter herumzudoktern, sollte Seven-One ein neues System aufsetzen." he
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