21.01.2010
Regiocast-Chef Linnenbach kritisiert DAB-Relaunch
Regiocast-Geschäftsführer Erwin Linnenbach steht der geplanten Einführung des Übertragungsstandards DAB Plus skeptisch gegenüber. Auf dem 2. Deutschen Medienkongress 2010 in Frankfurt am Main bezweifelte der Chef der Radioholding Regiocast die praktische Umsetzbarkeit des neuen digitalen Übertragungsstandards für den terrestrischen Radioempfang. "Zurzeit sind zu viele Fragen ungeklärt", so Linnenbach. "Wir werden uns die Ausschreibungsunterlagen genauer ansehen, aber ich befürchte, dass unsere Rahmenbedingungen nicht erfüllt werden können."
Der Vorläufer DAB wurde 1995 erstmals eingeführt, konnte sich aber bis heute nicht im Hörermarkt durchsetzen. Jetzt starten die Landesmedienanstalten einen zweiten Versuch. Die Ausschreibungen der Zuweisung von Übertragungskapazitäten für das Digitalradio laufen.
Parallel arbeitet der Regiocast-Geschäftsführer an einem internetbasierten Einstieg in die digitale Radiozukunft. Auf dem Medienkongress präsentierte er sein Web-Radio-Konzept R@dio. "Hier findet eine Entfesselung des Radios statt. Das UKW-Radio, wie wir es kennen, bietet keine Einschaltgründe, sondern versucht Ausschaltgründe zu minimieren – R@dio hingegen ist ein echtes Hinhör-Medium." Als erste Programm-Marke hat Regiocast den Fußball-Sender "90 elf" gestartet, der als Benchmark das Konzept repräsentieren soll. "Wir verstehen 90 elf als konkurrenzfähiges Produkt und sind von dessen Überlegenheit gegenüber anderen existierenden Entwürfen für digitales Radio überzeugt.“ hor
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