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von Roland Pimpl,
Redakteur / Korrespondent Hamburg

Red Bull stoppt Kioskverkauf von „Red Bulletin“ / G+J verliert Vermarktung


So sieht das Cover der Januar-Ausgabe des "Red Bulletin" aus 

So sieht das Cover der Januar-Ausgabe des "Red Bulletin" aus

Zurückgeflattert: Der österreichische Getränkehersteller Red Bull (Werbespruch: „Verleiht Flügel") zieht sein monatlich erscheinendes Lifestyle- und Sportmagazin „Red Bulletin" in Deutschland aus dem Einzelverkauf zurück. Erst vor acht Monaten, im Mai 2011, hatte das Unternehmen damit begonnen, sein Hochglanzheft auch über hiesige Kioske zu vertreiben (Copypreis: 3,50 Euro). Der Red-Bull-Tochterverlag in Wien bestätigt entsprechende HORIZONT.NET-Informationen aus Vertriebskreisen.

 
Stattdessen wolle man unterschiedliche „alternative Vertriebskanäle", etwa die Distribution über die Red-Bull-Sportevents, ausbauen. Auf diese Weise „können wir unsere Leserschaft noch punktgenauer erreichen", begründet der Verlag den Rückzug vom deutschen Kiosk. Wie viele Exemplare „Red Bulletin" dort bisher verkaufen konnte, sagt das Unternehmen nicht. Offiziell und bekannt ist nur, dass der Titel in Deutschland zuletzt eine Verbreitung von 474.337 Heften hatte (IVW III/2011) - und zwar einmal im Monat samstags als Supplement der „FAZ", die samstags eine verkaufte Auflage von 377.676 Stück (Verbreitung: 396.159) meldet.
Die Differenz von knapp 100.000 Heften könnte sich durch jene alternativen Vertriebskanäle, die Red Bull jetzt ausbauen will, und eben durch den bisherigen Kioskverkauf in unbekannter Höhe erklären. „Bei der gemeldeten Auflage handelt es sich lediglich um die Beilage. Wir sind in der IVW nur als Supplement gelistet", heißt es dagegen aus Wien. Wie auch immer: Das „Red Bulletin" werde „auch 2012 mit einer beachtlichen Auflage von über 400.000 Exemplaren erscheinen". Die Vertriebskooperation mit der „FAZ" bleibe bestehen.
 
Und noch eine Änderung gibt es in diesem Jahr: Nicht mehr Gruner + Jahr vermarktet das „Red Bulletin", sondern die Red-Bull-Verlagssparte in Wien selber; dort wird das Magazin schon bisher auch produziert. Seit Anfang 2010 hatte G+J Media Sales das Heft im Auftrag der G+J-Kundenmediensparte Corporate Editors beim Werbeverkauf betreut.
 
„Red Bulletin" erscheint mehrsprachig weltweit in zwölf Ländern (Europa, USA, Mexiko, Kuwait, Südafrika, Neuseeland) mit einer nach eigenen Angaben verbreiteten Auflage von 5 Millionen Heften. Das Magazin bringt Themen rund um Sport, Kultur, Technik und Lifestyle. Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz hatte das „Red Bulletin" 2007 im österreichischen Markt gestartet, 2009 kam es als Zeitungsbeilage auch nach Deutschland. rp


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