16.10.2007
RMS beansprucht Führungsrolle im Crossmedia-Geschäft der Radiosender
Der Hörfunkvermarkter Radio Marketing Service (RMS) rechnet mit deutlich steigenden Bruttowerbemarktanteilen der Gattung. "Wenn sich die Entwicklung der ersten neun Monate so fortsetzt, wird Radio am Ende dieses Jahres wohl schon bei 6,5 bis 7 Prozent Anteil liegen", sagte Andreas Fuhlisch, der neue Sprecher der RMS-Geschäftsführung, am Rande seines ersten Pressegesprächs zu HORIZONT. Fuhlisch, 39, war zuvor sieben Jahre lang Vermarktungschef des Bauer-Verlags. Anfang Oktober übernahm er den RMS-Posten von Wilfried Sorge, 64.
"Ich denke, dass Audiowerbung das Zeug dazu hat, in etwa fünf Jahren einen Marktanteil in zweistelliger Prozenthöhe zu erreichen und in Crossmedia-Kampagnen neben TV und Online die dritte bestimmende Kraft zu werden", sagt Fuhlisch. Nach den ersten drei Quartalen dieses Jahres liegt der Radio-Bruttowerbemarktanteil bei 6,4 Prozent. Dabei sind die Bruttoerlöse der 148 von RMS vermarkteten Privatsender um fast 12 Prozent auf knapp 612 Millionen Euro gestiegen; die Werbeumsätze im Verbund des Rivalen AS&S Radio sind bis Ende September nur um 2,6 Prozent auf 321 Millionen Euro gewachsen. Somit hält RMS mittlerweile einen Anteil von fast 66 Prozent im Radiowerbemarkt.
Als neuer RMS-Chef will Fuhlisch die Online-Vermarktung und das crossmediale Geschäft forcieren: "Ziel ist die Positionierung der RMS als Audiovermarkter für alle auch digitalen Verbreitungswege." Dass ihm bei der Vermarktung von Grafik-, Bewegtbild- und Audio-Elementen auf den Sender-Sites entsprechende Online-Spezialdienstleister dazwischenfunken oder als Vermarktungspartner an den Erlösen partizipieren wollen, ficht Fuhlisch nicht an: "Entscheidend ist, dass wir der erste Ansprechpartner für unsere Sender und Kunden bleiben - wir beanspruchen den Lead in der Vermarktung." Im Kürze will RMS auch in die Vermarktung von Web-Radios bestehender und externer Mandanten einsteigen. Bisher liegt der Anteil der Crossmedia-Erlöse am RMS-Gesamtumsatz erst im einstelligen Prozentbereich. rp
Das vollständige Interview mit Andreas Fuhlisch lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 42/2007, die am Donnerstag, 18. Oktober, erscheint.
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