23.05.2008
RBB-Rundfunkrat fordert Neuordnung des Gebührenverteilungssystems
Nach dem Beschluss, den Nischensender Radio Multikulti und die TV-Sendung "Polylux" einzustellen, will der Rundfunkrat des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) eine Neuordnung des Gebührenverteilungssystems innerhalb der ARD-Anstalten anstoßen.
Der RBB hatte aus wirtschaftlichen Gründen beschlossen, den mehrsprachigen Sender aufzugeben. Die Rundfunkanstalt hat in der kommenden Gebührenperiode rund 54 Millionen Euro weniger zur Verfügung als erwartet.
Dabei drängt der RBB auf einen Finanzausgleich zwischen den ARD-Anstalten. Ulrike Liedtke, Vorsitzende des RBB-Rundfunkrates: "Der RBB ist unverschuldet in Not geraten. Er leidet unter Gebührenausfällen und darunter, dass die Rundfunkgebühren ungerecht verteilt werden. Intendantin Reim hat die wohlhabenden ARD-Sender um Hilfe gebeten. Dass sie im Ergebnis nur wenig Unterstützung erhielt, führt nun zu diesen unvermeidlichen, bitteren programmlichen Konsequenzen." pap
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